Theater am Gymnasium
Mit Max Frisch in die Ferien

Ochtrup -

Mit einem Theaterstück ging es für die Jahrgangsstufen neun, EF und Q1 des Städtischen Gymnasiums in die Osterferien. Ein Ensemble des Forum-Theaters Wien führte „Andorra“ von Max Frisch auf.

Samstag, 08.04.2017, 07:04 Uhr

Ein Ensemble des Forum-Theaters Wien erweckte die Schullektüre „Andorra“ bei einer Aufführung am Gymnasium zum Leben.
Ein Ensemble des Forum-Theaters Wien erweckte die Schullektüre „Andorra“ bei einer Aufführung am Gymnasium zum Leben. Foto: Maximilian Stascheit

Deutschunterricht der etwas anderen Art stand in den letzten beiden Schulstunden vor den Osterferien für die Jahrgangsstufen neun, EF und Q1 des Städtischen Gymnasiums auf dem Stundenplan. Auf Initiative der Fachschaft Deutsch gastierte ein Ensemble des Forum-Theaters Wien in der Aula des Schulzentrums und führte das von Max Frisch verfasste und 1961 uraufgeführte Drama „ Andorra “ auf.

„Wir haben uns vorgenommen, das Profil dieses Fachs zu stärken“, erklärte Deutschlehrerin Anne Braun. „Das Drama ist schließlich eine Textsorte, die geschrieben wurde, um sie auf die Bühne zu bringen. Aber das kommt im normalen Unterricht viel zu kurz.“ Da es aufgrund der geografischen Lage der Stadt allerdings nicht so leicht zu organisieren sei, andere Theater zu besuchen, versuche man nun, regelmäßig kleinere Ensembles für eine Vorstellung an die Schule zu holen.

Bei der Aufführung von „Andorra“ schlüpften die Darsteller Valentin Eckert, Daniela Mitterlehner, Peter Arnt und Lars-Christian Heinecke nicht nur teilweise in mehrere Rollen, sondern erklärten den Schülern auch dessen Entstehungsgeschichte und Interpretationsansätze. So stehe der Titel des Dramas, welches sich mit den antisemitischen Vorurteilen der Bevölkerung auseinandersetzt, symbolisch für einen kleinen Staat, der von mehreren großen Ländern umgeben ist.

Nach der mit reichlich Applaus honorierten Aufführung machten die Schauspieler zudem deutlich, weshalb es wichtig sei, diesen „Klassiker der Moderne“ weiterhin zu behandeln: „Ein Mensch kann nur danach beurteilt werde, was er macht, und nicht, wie er aussieht“, erklärte Peter Arnt. Die Thematik des Stücks sei heute daher aktueller, als einem lieb sein könne.

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