Ausschuss für Soziales
SPD-Antrag auf ein Willkommenspaket für Babys sorgt für Heiterkeit

Ochtrup -

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Vincent ten Voorde fühlte sich in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales nicht so richtig ernst genommen. Seine Fraktion hatte beantragt, ein Willkommenspaket für neugeborene Babys und zugezogene Familien mit kleinen Kindern ausarbeiten. Bei den anderen Fraktionen kam dieser Vorschlag weniger gut an, sorgte aber für Erheiterung.

Samstag, 13.05.2017, 07:05 Uhr

Einen Willkommensgruß für frisch zugezogene junge Familien mit Kind wünscht sich die SPD. Ob sie allerdings dabei tatsächlich an Windeln mit Stadtwappen gedacht haben, ist fraglich. Der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag der Ersten Beigeordneten Birgit Stening sorgte im Sozialausschuss jedoch für Heiterkeit.
Einen Willkommensgruß für frisch zugezogene junge Familien mit Kind wünscht sich die SPD. Ob sie allerdings dabei tatsächlich an Windeln mit Stadtwappen gedacht haben, ist fraglich. Der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag der Ersten Beigeordneten Birgit Stening sorgte im Sozialausschuss jedoch für Heiterkeit. Foto: Heinrich Schwarze-Blanke

Der Fraktionsvorsitzende der SPD , Vincent ten Voorde, fühlte sich in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales nicht so richtig ernst genommen. Seine Fraktion hatte beantragt, die Verwaltung solle ein Willkommenspaket für neugeborene Babys und neuzugezogene Familien mit kleinen Kindern ausarbeiten, das den Eltern bei der Anmeldung im Rathaus überreicht werden sollte. Bei den anderen Fraktionen kam dieser Vorschlag weniger gut an, sorgte aber auch für Erheiterung.

Zunächst meldete sich Petra Schulte-Mesum zur Wort. Die FWO-Frau fand die Idee der Sozialdemokraten, Och­trup so familienfreundlicher zu gestalten und jungen Familien den Start in der Töpferstadt unter anderem mit Informationsmaterial und einem kleinen Geschenk zu erleichtern, grundsätzlich gut. Sie fragte sich aber, welche Kosten auf die Stadt zukommen würden, gab es doch zu diesem Tagesordnungspunkt keine Beschlussvorlage.

Diese Kritik äußerten auch ten Voorde und Jürgen Helker (CDU). Die Erste Beigeordnete Birgit Stening sah diese jedoch nicht gerechtfertigt und erinnerte die Ausschussmitglieder daran, dass grundsätzlich zunächst der Ausschuss über einen Antrag befinde und die Verwaltung erst danach tätig werde. Außerdem sehe sich die Stadt auf Grundlage des eher vage formulierten SPD-Antrags nicht in der Lage, Kosten konkret zu prüfen. Doch auch ihre Fantasie habe bereits Blüten getrieben, vertraute Stening ten Voorde mit einem Augenzwinkern an und konnte sich nicht verkneifen, zu fragen, ob die im Antrag vorgeschlagenen Windeln dann mit dem Ochtruper Stadtwappen versehen werden sollten.

Ten Voorde stimmte zwar in das heitere Gelächter der Runde mit ein, stellte aber klar, dass er den Antrag ernst genommen wissen wollte. Renate Duesmann sprang ihrem Fraktionschef bei: „Wichtiger als ein Geschenk war für uns die Information junger Familien.“ Also beispielsweise, wo sind in Och­trup Hebammen, Kinderärzte und Angebote wie Krabbelgruppen zu finden. Das Geschenk sei eher als Aufmerksamkeit und Wertschätzung gedacht gewesen. Der Sachkundige Bürger Bernd Ahlmann (IG Senioren) schlug schließlich vor, besagten Familien die bereits vorhandene Neubürger-Broschüre der Stadt Ochtrup in einer aktualisierten Neuauflage an die Hand zu geben.

Die SPD hatte sich da aber bereits dazu entschlossen, den Antrag zurückzuziehen. „Ich denke, wir werden den Antrag noch einmal überarbeiten“, meinte ten Voorde. Dann wolle man ihn den Fraktionen und der Verwaltung erneut vorlegen, so der SPD-Fraktionschef mit einem Seitenblick in Richtung Erste Beigeordnete.

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