Klimaschutz
Rat vertagt den Beschluss

Ochtrup -

Der Klimaschutz war am Donnerstagabend ein wichtiges Thema – im ganz Großen wie im Kleinen: Während Präsident Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen verkündete, beriet der Ochtruper Stadtrat über die Einstellung eines Klimaschutzmanagers. Eine finale Entscheidung fällten die Politiker der Töpferstadt an diesem Abend allerdings nicht.

Samstag, 03.06.2017, 14:06 Uhr

Über die Einstellung  eines Klimaschutzmanagers beriet am Donnerstagabend der Ochtruper Stadtrat.
Über die Einstellung  eines Klimaschutzmanagers beriet am Donnerstagabend der Ochtruper Stadtrat. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Vor Kurzem hatte sich bereits der Umweltausschuss mit dem Thema befasst – und das Fehlen von wichtigen Informationen bemängelt. Die sollte nun Ulrich Ahlke vom Kreis Steinfurt dem Rat vermitteln: Der Leiter des Amts für Klimaschutz und Nachhaltigkeit brachte einige regionale Statistiken rund um das Thema Energie mit in die Sitzung und erläuterte die Angebote, die der Kreis diesbezüglich seinen 24 Kommunen macht. Von denen hätten, das berichtete Ahlke, 23 Städte und Gemeinden bereits ein Klimaschutzkonzept beschlossen – nur Och­trup müsse seines noch absegnen. In elf Kommunen sei schon ein Manager tätig, „acht weitere sind in der Planung“.

Die Beschäftigung eines solchen Experten im Ochtruper Rathaus empfahl Ahlke denn auch ausdrücklich – und zählte eine Reihe von Vorteilen auf. So helfe der Klimaschutzmanager nicht nur, COzu mindern, sondern schaffe auch Angebote für die Bürger und sorge für „regionale Wertschöpfung“. Ein Zuschussprojekt sei der Einsatz eines solchen Profis in der Regel nicht: „Das rechnet sich meistens ziemlich schnell“, betonte Ahlke.

Die Aufgaben, erläuterte der Vertreter des Kreises, seien vielfältig und bestünden etwa in der Öffentlichkeitsarbeit, der Akquise von Fördermitteln, der Koordination von Projekten oder in der Vernetzung mit anderen Kommunen. Dafür sei es hilfreich, jemanden einzustellen, der kommunikativ, offen und einsatzfreudig ist.

Für die SPD war die Entscheidung, dass eine halbe Stelle für zunächst drei Jahre geschaffen werden soll, bereits klar. „Wir könnten heute abstimmen“, betonte Vincent ten Voorde. Die Freien Wähler sahen aber noch offene Fragen, und die CDU wollte über die neuen Informationen noch mal beraten. Das Gremium entschied, den Beschluss zu vertagen.

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