Gerichtsprozess
Komplott oder Straftat?

ochtrup/Rheine -

Wegen Fahrens ohne Führerschein stand gestern eine 25-jährige Hausfrau und Mutter aus Ochtrup in Rheine vor Gericht. Laut Anklage soll sie am 10. August 2016 mit einem Auto über den Feldhauser Damm gefahren sein, obwohl sie keine Fahrerlaubnis hatte.

Sonntag, 09.07.2017, 09:07 Uhr

Justitia: Vor Gericht stand jetzt eine 25-jährige Hausfrau aus Ochtrup.
Justitia: Vor Gericht stand jetzt eine 25-jährige Hausfrau aus Ochtrup. Foto: dpa

Der Prozess endete jedoch mit einem Freispruch, weil die Richterin sich nicht entscheiden konnte, „wer die Wahrheit sagt. Es steht Aussage gegen Aussage, und bei dem Beziehungsgeflecht, das dahintersteckt, vermag ich nicht zu beurteilen, wer lügt und wer nicht“, begründete sie den Freispruch.

Die Vertreterin der Anklage schenkte dem Zeugen Glauben, der die Angeklagte an jenem August-Tag angezeigt hatte, weil er sie „um 8.08 Uhr“ am Steuer gesehen habe. Deswegen beantragte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 500 Euro bei 50 Tagessätzen à zehn Euro. Einen Führerschein hatte die Angeklagte noch nie, war aber bereits einschlägig vorbestraft.

„Ich habe einmal ein Auto gefahren und damit einen Unfall gebaut. Das passiert mir nicht noch einmal“, sagte die 25-Jährige. Sie behauptete, dass sie einen Tag vor der Anzeige des Zeugen bereits von dessen Ex-Freundin eine SMS bekommen habe, dass sie wegen Fahrens ohne Führerschein angezeigt werden würde, und ging von einem Komplott gegen sie aus.

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