Feuer- und Rettungswache
Rat diskutiert über Standorte und vertagt eine Entscheidung

Ochtrup -

Für den Standort einer neuen Feuer- und Rettungswache gibt mehrere Optionen, viele Meinungen und offenbar noch jede Menge Diskussionsbedarf. In der Ratssitzung am Donnerstagabend wollte – mit Ausnahme der SPD – keine Fraktion eine Entscheidung treffen.

Samstag, 08.07.2017, 06:07 Uhr

Eine neue Feuer- und Rettungswache braucht Ochtrup. Die Frage ist nur: Wohin damit? Die Politiker wussten am Donnerstagabend in der Sitzung des Rates noch keine Lösung.
Eine neue Feuer- und Rettungswache braucht Ochtrup. Die Frage ist nur: Wohin damit? Die Politiker wussten am Donnerstagabend in der Sitzung des Rates noch keine Lösung. Foto: Lynn Meckmann

„Wir drehen uns hier im Kreis“, erkannte Matthias Dankbar ( SPD ) am Donnerstagabend in der Sitzung des Rates. Zum Thema Neubau einer Feuer- und Rettungswache gab es zwar jede Menge Diskussionsstoff, zu einer Entscheidung konnten sich die Kommunalpolitiker jedoch nicht durchringen.

Die Verwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, eine neue Feuer- und Rettungswache für Ochtrup auf dem Grundstück der ehemaligen Pestalozzischule und des heutigen Rathauses an der Professor-Gärtner-Straße zu realisieren. Der alternative Standort auf dem Gelände der Stadthalle sei zwar ebenfalls geeignet, dort könne jedoch nicht so zeitnah wie an der Pestalozzischule ein Neubau entstehen.

Der Kreis Steinfurt begrüße ein Neubauvorhaben, berichtete Bürgemeister Kai Hutzenlaub aus einem Gespräch mit dem Träger der Rettungswache. Er erklärte, der Kreis ziehe sich seit einiger Zeit aus gemeinsamen Projekten zum Bau von kombinierten Feuer- und Rettungswachen zurück. Eine Beteiligung habe in der Vergangenheit schon öfter zu Problemen geführt, ergänzte Michael Alfert vom Fachbereich Ordnung, Schulen, Soziales. Aus diesem Grund wolle der Kreis eine baulich getrennte Rettungswache.

Zu bevorzugen sei hierfür ein Standort im östlichen Teil der Stadt. Sei dies nicht möglich, würde der Kreis aber auch einer Feuer- und Rettungswache an der Professor-Gärtner-Straße zustimmen – baulich getrennt, aber trotzdem nah beieinander.

„Wir haben immer von der Feuer- und Rettungwache gesprochen“, zeigte sich Hermann Holtmann (FDP) überrascht, dass der Kreis sich aus einer kombinierten Variante zurückziehen wolle. Er regte an, auch die Möglichkeit zu prüfen, mit der Feuerwache am alten Standort zu verbleiben. Dies setze allerdings voraus, dass eine neue Rettungswache im östlichen Teil Ochtrups realisiert werden würde. „Ich kann mir vorstellen, dass wir da Geld sparen könnten“, meinte der Fraktionsvorsitzende. Eine Entscheidung für oder gegen einen Standort wollte seine Fraktion am Donnerstagabend ebenso wenig fällen wie die CDU oder die Freien Wähler. Allen fehlten noch konkrete Informationen zu den möglichen Standorten.

Anders die SPD. Vincent ten Voorde hätte gerne eine Entscheidung getroffen. Der Fraktionsvorsitzende mahnte, jetzt trotzdem keine Zeit zu verlieren und das Tempo hochzuhalten, damit dann im September eine Entscheidung getroffen werden könne. Die Forderung von Claudia Fremann (FWO) in Richtung Verwaltung, die Bürger mehr und vor allem früher zu beteiligen, stieß bei Matthias Dankbar auf Ablehnung. „Eine Bürgerbeteiligung in einem Bauleitverfahren ist sinnvoll, aber erst, wenn wir uns für eine Variante ausgesprochen haben“, verwies der SPD-Ratsherr.

Einige Anlieger des Grünen Wegs waren an diesem Abend ebenfalls zur Ratssitzung erschienen. In einem Schreiben hatten sie Kritik an dem Standort an der Pestalozzischule geäußert. Vor allem die schmale und viel befahrene Professor-Gärtner-Straße behindere ein schnelles Ausrücken der Einsatzkräfte, so die Ansicht der Anwohner.

Nach langen und mitunter hitzigen Diskussionen fand sich schließlich eine Mehrheit für den Vorschlag, das Büro K-Plan, das bereits eine Machbarkeitsstudie zum Standort Professor-Gärtner-Straße erarbeitet hatte, damit zu beauftragen, nun auch die Standorte Stadthalle und altes Gerätehaus zu überprüfen. Bei zehn Enthaltungen aus dem SPD-Lager votierte der Stadtrat dafür.

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