Camp Music der Musikschule
Zeit, Instrumente auszuprobieren

Ochtrup -

Eigentlich sind in der Lambertischule noch Sommerferien. Doch wer in diesen Tagen das Foyer im Eingangsbereich betritt, wird direkt feststellen, dass in der Grundschule keinesfalls einsame Stille herrscht. Verantwortlich dafür ist die Musikschule, die sich in diesen Tagen mit einigen Dozenten sowie zahlreichen Kindern in den Räumen neben dem Haupteingang eingenistet und das „Camp Music“ aufgeschlagen hat.

Donnerstag, 24.08.2017, 09:08 Uhr

Ran an die Instrumente: Beim „Camp Music“ haben Nachwuchsmusiker in dieser Woche die Möglichkeit, verschiedene Instrumente auszuprobieren.  
Ran an die Instrumente: Beim „Camp Music“ haben Nachwuchsmusiker in dieser Woche die Möglichkeit, verschiedene Instrumente auszuprobieren.   Foto: Maximilian Stascheit

Eigentlich sind in der Lambertischule noch Sommerferien. Doch wer in diesen Tagen das Foyer im Eingangsbereich betritt, wird direkt feststellen, dass in der Grundschule keinesfalls einsame Stille herrscht. Verantwortlich dafür ist die Musikschule, die dort mit einigen Dozenten sowie zahlreichen Kindern in den Räumen neben dem Haupteingang das „Camp Music“ aufgeschlagen hat.

Zum ersten Mal findet die Ferienspaßaktion der Musikschule in diesem Jahr statt. Aus den Schnupperstunden für einzelne Instrumente, wie sie in den vergangenen Jahren stets im Programm zu finden waren, sind nun drei ganze Tage geworden, an denen die Teilnehmer allerlei Tasten-, Blas- und Schlaginstrumente ausprobieren können. Das ganze trägt nun den Titel „Camp Music“ und hat mit typischen Gruppenlagern einiges gemein.

„Wir haben jetzt mal darauf verzichtet, Zelte aufzuschlagen“, räumt Musikschulleiter Andreas Hermjakob ein, „aber ansonsten soll das Ganze hier schon Camp-Charakter haben.“ Dabei war es den Teilnehmern selbst überlassen, ob sie sich nur für einzelne Tage oder die gesamte Aktionswoche anmelden. Nachdem die Aktion am Montag aufgrund zu geringer Anmeldezahlen ausfallen musste, waren die Kapazitäten an den darauffolgenden Tagen voll ausgelastet. „Ich habe die Teilnehmerplätze sogar kurzfristig noch herhöht“, berichtet der Musikpädagoge.

Am Dienstagnachmittag fand ein Trommel-Workshop mit Musikschulleiter Andreas Hermjakob statt.

Am Dienstagnachmittag fand ein Trommel-Workshop mit Musikschulleiter Andreas Hermjakob statt. Foto: Maximilian Stascheit

Daher finden sich nun täglich jeweils 24 Nachwuchsmusiker in den Gruppenräumen ein, um die Instrumente kennenzulernen. In drei altersgerechten Gruppen drehen sich die Teilnehmer durch das Musikkarussell, sodass am Ende jede Gruppe eine erste Übungseinheit an drei verschiedenen Instrumenten durchgeführt hat. Es wird also ordentlich geklimpert, gezupft, gedrückt und getrommelt – kein Wunder also, dass die Hände bei einigen Teilnehmern zwischenzeitlich förmlich ins Glühen kommen.

Während Matthias Rüschhoff eine Gruppe gerade in die ersten Techniken des Gitarrenspiels einweiht, begeben sich die Teilnehmer zusammen mit Angelika Moor auf eine tierische Spurensuche. In einer Reihe stehen die Kinder vor dem großen Klavier und versuchen die von der Dozentin vorgegebenen Tiere mit einem Ton auf die Klaviatur zu identifizieren. Dann suchen sie die vielen Tasten nach schwarzen Zwillingen und Drillingen ab – und während Angelika Moor mit einigen Akkorden den Rhythmus vorgibt, lassen die Kinder mit den schwarzen Tasten ihr erstes frei improvisiertes Musikstück erklingen.

Am Dienstagmorgen gab es eine kurze Übungseinheit mit Angeklika Moor am Klavier.

Am Dienstagmorgen gab es eine kurze Übungseinheit mit Angeklika Moor am Klavier.

Aus einem anderen Raum ertönt unterdessen die Melodie von „Alle meine Entchen“, welche von Monique Kockeler auf dem Akkordeon gespielt wird. „Das muss bestimmt 30 Tonnen schwer sein“, schätzt Philipp in Anbetracht des mächtigen Instrumentes mit seinen zahlreichen Tasten. „Ganz so schwer ist es nicht“, erklärt die Dozentin grinsend, „aber sieben, acht, Kilogramm wiegt es bestimmt.“

Abgerundet wird der Aktionstag nach einer kurzen Mittagspause von einem Trommelworkshop, bei dem Andreas Hermjakob selbst als Dozent tätig ist. Gesponsert wird dieser Teil des Programms – ebenso wie der Chor-Workshop am Donnerstag – vom Jugendförderverein Ochtrup (JUFO), sodass hier sogar 30 Kinder kostenlos teilnehmen können. „Also, ich habe meine Trommeln immer bei mir“, erzählt Andreas Hermjakob den Kindern und fängt an, auf den Oberschenkeln einen Rhythmus zu trommeln. Dann kommen auch Congas, Djembés und Cajons dazu, mit denen der Dozent den jungen Musikanten auf spielerische Weise das Rhythmusgefühl vermittelt. Um 16 Uhr schließt das Camp dann bis zum nächsten Morgen seine Pforten – es fehlen eben nur die Zelte.

Monique Kockeler zeigt man auf einem Akkordeon musiziert.

Monique Kockeler zeigt man auf einem Akkordeon musiziert. Foto: Maximilian Stascheit

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5097243?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker