Wohnbauprojekt zwischen Töpfer-, Fürstenberg- und Horststraße
Bewegung in den Markt bringen

Ochtrup -

Insgesamt sind es drei Investoren, die sich für ein Wohnbauprojekt zusammengetan haben, das auf einem Grundstück zwischen Töpfer-, Fürstenberg- und Horststraße realisiert werden soll. In dreieinhalbgeschossiger Bauweise sind dort insgesamt 54 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage mit 80 Stelleplätzen geplant.

Freitag, 27.10.2017, 15:10 Uhr

Bauvorhaben von oben: Im Bereich zwischen Töpfer-, Fürstenberg- und Horststraße plant eine Investorengruppe ein Wohnbauprojekt mit insgesamt 54 Wohnungen.
Bauvorhaben von oben: Im Bereich zwischen Töpfer-, Fürstenberg- und Horststraße plant eine Investorengruppe ein Wohnbauprojekt mit insgesamt 54 Wohnungen. Foto: Schmiegel und Denne

Neben zwei privaten Mitstreitern investiert an dieser Stelle auch die Uhtepe-Grundbesitz GmbH, eine Tochterfirma der Hütten-Holding. Alle drei haben ein Ziel: Sie wollen Bewegung in den Wohnungsmarkt bringen und Platz für junge Familien schaffen. „Dabei steht nicht immer die Wirtschaftlichkeit an erster Stelle“, betont der verantwortliche Architekt Dieter Denne . So planen die Investoren im Innenhof der Blockrand-Bebauung eine parkähnliche Grünfläche, die von allen Bewohnern genutzt werden kann – aber zentral gepflegt wird. „Man hätte im Innenbereich sicherlich auch Parkplätze und Gargagen platzieren können. Aber so haben wir an dieser Stelle eine hohe Aufenthaltsqualität“, erklärt Dieter Denne.

Man habe sich bewusst absetzen wollen. Die zwölf Eigentums- und 42 Mietwohnungen werden zudem mit einer Deckenhöhe von 2,70 Meter ausgestattet. Die Dachterrassen und Balkone sind großzügig gestaltet, es wird eine Paketstation geben und ein Aufzug bringt die Bewohner barrierefrei von der Tiefgarage bis ins Staffelgeschoss.

Apropos: In Abstimmung mit der Stadt Ochtrup sollen rund um den Neubau zusätzliche Parkflächen entstehen. Dazu werde der Fußweg auf das private Grundstück verlegt, so dass entlang der Fahrbahn Längsparkplätze eingerichtet werden können. Das sei den Investoren wichtig gewesen, weiß Dieter Denne, schließlich wolle man in dem ohnehin engen Innenstadtbereich kein Verkehrschaos erzeugen. In diesem Zusammenhang lobt der Architekt die gute Zusammenarbeit mit der Kommune: „Wenn man ein gutes Konzept vorlegt, stößt man bei der Stadt auf offene Ohren.“

Den Energiestandard des Gebäudes gibt der Architekt mit „besser als KfW 55“ an. Die Nebenkosten sollen auf diese Weise so gering wie möglich gehalten werden. Das Mietniveau sei „ortsüblich“ und für Neubauwohnungen angemessen.

Den Fokus haben die Investoren bei diesem Projekt auf Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen gelegt. Ganz bewusst soll eine breite Nutzergruppe angesprochen werden. Und die Nachfrage sei groß, weiß Dieter Denne. Fast alle Eigentumswohnungen seien bereis vergeben.

Ein Projekt mit ähnlichem Konzept, an dem ebenfalls die Uhtepe-Grundbesitz beteiligt ist, ist übrigens auch an der Professor-Gärtner-Straße geplant. Der Ausschuss für Planen und Bauen hat dafür jüngst den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans gefasst. Gleiches gilt auch für ein Projekt im Bereich des Dränkekreisels.

Doch zurück zum Neubau an der Töpferstraße: Eigentlich sollten die Bauarbeiten in diesem Sommer starten, doch dann kam der Investorengruppe der Landwirtschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dazwischen. „Die Nähe zur Töpferei Eiling lässt den LWL vermuten, dass da noch was anderes stattgefunden hat“, schildert Dieter Denne das Problem. Was aktuell nach Baubeginn aussieht, sind Grabungsarbeiten einer Fachfirma. Deren Mitarbeiter klären ab, ob sich an besagter Stelle möglicherweise Wertvolles aus der Vergangenheit aufspüren lässt. Bislang wurden laut Auskunft von Dieter Denne Mauerreste und alte Scherben gefunden. Das alles muss nun zunächst kartographiert, dokumentiert und später bewertet werden. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Insgesamt sei das Projekt deshalb aber nicht gefährdet, betont Dieter Denne. Es dauere eben nur ein bisschen länger  . . .

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