Vortrag zum Thema Rettungsdienst
Nichtstun ist der größte Fehler

Ochtrup -

Muss ich den Krankenwagen eigentlich selber bezahlen? Wie handle ich richtig, wenn ich plötzlich in eine Notsituation gerate? – Diese und viele weitere Fragen lassen sich über den Rettungsdienst und ihre Arbeit stellen. Antworten gab es im Rahmen einer Infoveranstaltung in den Räumen der Alten Stadt Apotheke.

Freitag, 17.11.2017, 15:11 Uhr

Infos für Notsituationen: Notfallsanitäter Roman Beunik (r.) referierte gemeinsam mit Ralf Holtmannspötter zum Thema Rettungsdienst.
Infos für Notsituationen: Notfallsanitäter Roman Beunik (r.) referierte gemeinsam mit Ralf Holtmannspötter zum Thema Rettungsdienst. Foto: Lynn Meckmann

Die Notfallsanitäter Roman Beunink und Ralf Holtmannspötter stellten ihren Alltag sowie Handlungen bei Notsituationen vor. An erster Stelle stand die Aufklärung: Nein, die Kosten für den Krankenwagen müssen nicht selbst bezahlt werden. Die Krankenkasse übernimmt diese, wobei auch ein Eigenanteil von zehn Euro anfallen kann.

Wann rufe ich die 112? – war eine Frage aus dem Publikum. Bei akuten und lebensbedrohlichen Veränderungen, lautete die Antwort darauf. Für schon länger bestehende und nicht akute Erkrankungen sollte die Nummer 116 117, der hausärztliche Notdienst, kontaktiert werden. Kommt es jedoch zu einer Situation, in der der Rettungswagen auf dem Weg ist, gibt einige Dinge, die den Einsatz für die Rettungskräfte erleichtern. Zum einen sollte die Hausnummer immer gut sichtbar sein und nichts den Weg für die großen Fahrzeuge versperren, gaben die Notfallsanitäter ihren Zuhörern mit. Auch die Treppe sollte freigeräumt sein, wobei es oft einfacher und sicherer sei, sich ebenerdig aufzuhalten. Das Wichtigste: Ruhe bewahren. Situationen, in denen Tiere oder zu viele Menschen im Raum sind, sollten vermieden werden. Was den Rettungsassistenten besonders helfe, seien wichtige Dokumente des Patienten und natürlich eines: Ehrlichkeit. In einer Notsituation sei es grundsätzlich der größte Fehler, nichts zu tun. Die Referenten empfahlen jedem, einen Erste-Hilfe- Kursus zu besuchen, um in Notfällen richtig handeln zu können. „Die häufigsten Unfälle passieren übrigens Zuhause, nicht auf der Straße“, gaben sie ihrem Publikum mit auf den Weg.

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