Selbsthilfegruppen in Ochtrup
Gefährliche Atemaussetzer aufgrund von Schlafapnoe

Ochtrup -

Schnarchen, das tun viele Menschen. Doch das manchmal hinter dem nervtötenden Sägen auch eine lebensbedrohende Erkrankung wie die Schlafapnoe stecken kann, bei der es im Schlaf zu Atemaussetzern kommt, wissen die wenigsten. Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/chronische Schlafstörungen Gronau/Ochtrup und Umgebung weiß für viele Betroffenen Rat.

Freitag, 24.11.2017, 06:11 Uhr

Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe befassen sich regelmäßig mit Medizintechnik, besonders mit neuen Masken.
Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe befassen sich regelmäßig mit Medizintechnik, besonders mit neuen Masken. Foto: Hans Dieter Meyer

„Du hast letzte Nacht wieder einen ganzen Wald zersägt!“ – viele Menschen leiden unter dem lauten Schnarchen ihres Partners in der Nacht. Anfangs ziehen sie vielleicht noch entnervt auf die Couch um, irgendwann gibt es womöglich getrennte Schlafzimmer. Denn die „nächtliche Ruhestörung“ ist eine lästige Angelegenheit. Aber manchmal nicht nur das: Sie kann auch ganz schön gefährlich werden. Denn viele Schnarcher leiden unter Schlafapnoe – eine lebensbedrohende Erkrankung, bei der es im Schlaf zu Atemaussetzern kommt.

Auch in Ochtrup, Gronau und Umgebung sind Menschen von betroffen. Sie haben sich in einer 1995 gegründeten Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen. Etwa 50 Mitglieder vornehmlich älteren Semesters treffen sich alle zwei Monate, um sich auszutauschen und zu informieren. Bei diesen Treffen sprechen Ärzte für Lungen- und Bronchialheilkunde, Schlaf- und Umweltmediziner, aber auch Vertreter von Firmen, welche die Patienten mit lebenserhaltenden medizinischen Geräten oder dort angeschlossener Masken versorgen.

Viele der Mitglieder haben erst in einem Schlaflabor von ihrer Krankheit erfahren – und dass eine unbehandelte Schlafapnoe dramatische Folgen haben kann. Gängige Symptome sind ein unruhiger Schlaf und häufiges Aufwachen in der Nacht, ständige Müdigkeit und Gereiztheit am Tag, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, ein unbändiger Einschlafzwang oder der gefährliche Sekundenschlaf am Steuer eines Fahrzeugs.

Nur gründliche Untersuchungen durch einen Facharzt können Langzeit- und Spätfolgen eindämmen. Risiken einer sogenannten obstruktiven Schlafapnoe sind zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes.

Die Diagnose stellt für die Patienten einen Einschnitt in ihr Leben dar. Es gilt, Gewohnheiten zu ändern und das Alltagsleben an die Krankheit anzupassen. Nach einer Untersuchung im Schlaflabor wird den Betroffenen – bei Feststellung einer Schlafapnoe – lebenserhaltende Medizintechnik kostenfrei von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt.

Mit dieser Technik befasst sich auch die Selbsthilfegruppe immer wieder. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Maskenberatung, da den Mitgliedern immer die neuesten Produkte der Hersteller zur Verfügung gestellt werden. Aber auch das Mitein­ander wird gepflegt: Zum Programm der Gruppe gehören auch ein jährlicher Ausflug – im Jahr 2018 zur Meyer-Werft in Papenburg – ein Grillnachmittag im August, ein Jahresabschluss Ende November sowie ein Grünkohlessen zur Jahreshauptversammlung im Januar.

Zum Thema

Die Mitglieder der „Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/chronische Schlafstörungen Gronau/Ochtrup und Umgebung“ treffen sich alle zwei Monate am vierten Donnerstag um 19.30 Uhr in der Gaststätte Bösing am Berge in Gronau-Epe. Das nächste Treffen ist am 30. November. Nähere Auskünfte gibt die Vorsitzende Dorly Wesselmann (Telefon 0 25 62/2 25 26).

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