Nikolausempfang im Niederesch
Die Sache mit dem lästigen Aufräumen

Ochtrup -

Am Sonntagnachmittag war im Niederesch-Gebiet der Nikolaus zu Besuch. Zahlreiche Kinder bereiteten ihm an der Meisenstraße einen würdigen Empfang, ehe sie mit dem heiligen Mann durch den Vereinsbezirk zogen.

Montag, 04.12.2017, 07:12 Uhr

Sehnlichst erwartet: St. Nikolaus machte am Sonntagnachmittag Station im Niedereschgebiet. Die Kinder dort bereiteten ihm einen würdigen Empfang.
Sehnlichst erwartet: St. Nikolaus machte am Sonntagnachmittag Station im Niedereschgebiet. Die Kinder dort bereiteten ihm einen würdigen Empfang. Foto: Martin Fahlbusch

Der Eindruck am Sonntagnachmittag vor dem DRK-Familienzentrum an Meisenstraße trog nicht. Auch Ralf Hippe , der Vorsitzende des Schützenvereins Niederesch, war ganz schön aufgeregt. Denn mit ihm warteten ganz viele kleine, mittlere und große Leute auf den Nikolaus. Der hatte versprochen, vorbeizuschauen und in einem kleinen Umzug mit all den Wartenden durch den Bezirk zu streifen, um nachzuschauen, ob denn schon alles vorweihnachtlich gerichtet sei.

Aber so oft Groß und Klein die Straße entlang schauten, von einer Pferdekutsche war noch nichts zu sehen. Nur die feinen Regentropfen wirbelten durch die kalte Luft. „Hoffentlich kommt der nicht mit der Bahn“, machte sich Patrik schon Sorgen, „sonst hat der nämlich bestimmt Verspätung“, erklärte er seinem Freund. Aber wofür haben die Organisatorinnen die Musiker der Blaskapelle Gust eingeladen? Die blätterten flugs in ihren Noten und spielten noch schnell eine weiteres vorweihnachtliches Stück. Und dann, endlich gaben die Organisatorinnen um Renate Heinenbernd, die den vorweihnachtlichen Treff schon ganz oft organisiert hat und nun von Maja Tombült abgelöst wird, das vereinbarte Zeichen.

„Nun singt mal alle ‚Nikolaus komm‘ in unser Haus’ ganz kräftig mit der Kapelle mit“, feuerte Ralf Hippe die leicht bibbernde Wartetruppe an, die eifrig losträllerte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In einer Kutsche mit zwei Pferden vorneweg, die Breitlametta in die Mähnen geflochten bekommen hatten, näherte sich der heilige Mann samt Knecht Ruprecht und zwei schneeweißen Engeln.

„Na, wer will denn mal meinen Bischofsstab halten“ fragte der Nikolaus in die Runde und gleich schnellten mehrere Zeigefinger in die Höhe. Jetzt kam der Gewissenserforschungsteil. St. Nikolaus wollte nämlich wissen, ob die kleinen, mittleren und großen Leute denn auch artig gewesen seien. Bei den Eltern war das „Ja“ noch deutlich, bei Oma und Opa wurde es schon leiser und bei den Kindern und der höchst unangenehmen Frage nach dem Zimmer-Aufräumen wurde es dann sehr still. Doch darauf war der heilige Mann natürlich vorbereitet. Er erzählte die Geschichte von Sina, Lasse und ihrer Mama und den Problemen mit dieser lästigen Aufgabe, die sich aber prima lösen lässt. Noah sagte noch ein Gedicht auf, in dem er die Worte „artig“ und „Geschenke“ besonders laut skandierte.

Dann zog der Tross singend durch den Vereinsbezirk. Nach der Wanderung, das hatte der Nikolaus fest versprochen, sollte es vielleicht noch eine Überraschung für kleinen, mittleren und großen Leute geben. Und selbst Vorsitzender Ralf Hippe soll an der befürchteten Rute vorbeigekommen sein.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5331394?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Werbeoffensive für neues Radlager
Zu manchen Tageszeiten sieht es so aus im Radlager am Bremer Platz. 759 der 984 Fahrradständer sind gut zwei Monate nach dem Stadt noch nicht vergeben.
Nachrichten-Ticker