Schulzentrum
Das Saxofon-Quartett "Pindakaas“ gastiert mit „Nussknacker und Mausekönig“

Ochtrup -

Mit „Nussknacker und Mausekönig“ stand am Donnerstagvormittag ein echter Klassiker auf dem Programm in der Aula des Schulzentrums. Das Saxofon-Quartett „Pindakaas“ brachte das Märchen frei nach E.T.A. Hoffmann auf die Bühne. Seine Zuhörer: die fünften Jahrgänge von Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums und der vierte Jahrgang der Marienschule.

Freitag, 22.12.2017, 07:12 Uhr

Rockiger Abschluss: Das Saxofon-Quartett „Pindakaas“ und Schauspieler Frank Dukoswksi wirbelten in gekonnter Manier über die Bühne der Aula.
Rockiger Abschluss: Das Saxofon-Quartett „Pindakaas“ und Schauspieler Frank Dukoswksi wirbelten in gekonnter Manier über die Bühne der Aula. Foto: Anne Steven

Die Musiker zogen sich dabei zumindest optisch, aber keinesfalls musikalisch in den Hintergrund zurück und überließen Schauspieler Frank Dukowski das Feld. Mit weißer Lockenperücke, Kniebundhosen und Gehstück wackelte dieser als Mechanikus Christian Elias Drosselmeier auf die Bühne. Mit knarzender Stimme erzählte er die Geschichte von Clara, die zu Weihnachten von ihm, ihrem Patenonkel, einen Nussknacker geschenkt bekommt. Doch die Holzfigur mit dem starken Oberkörper, den dünnen Beinen und dem viel zu großen Kopf erwacht in der Nacht zum Leben, um gemeinsam mit den Spielzeugsoldaten im Kinderzimmer den bösen Mausekönig zu besiegen.

Besager Mausekönig fordert von Clara immer größere Geschenke – erst Marzipan und Schokolade, dann will er Spekulatius und Pfefferkuchen und schließlich sogar ihre Bilderbücher – damit er den Nussknacker nicht zerbeißt. Ziemlich realistisch lässt Frank Dukowski dieses „grausige Untier“ lebendig werden und mimt ihn mit fürchterlich verzerrtem Gesicht, wild zischend und quiekend.

Den fürchterlichen Mausekönig hat Frank Dukoswki richtig gut drauf.

Den fürchterlichen Mausekönig hat Frank Dukoswki richtig gut drauf. Foto: Anne Steven

Als der Bösewicht auch noch Claras neue Puppe haben will, lässt sich der Nussknacker ein Schwert geben und nimmt sein Schicksal selbst in die Hand. Es kommt zum Kampf zwischen ihm und dem Mausekönig, wobei letzterer unterliegt. Für die Kinder ficht Frank Dukoswki einen imaginären Schwertkampf auf der Bühne aus, während ihn das Saxofon-Quartett gekonnt begleitet. Doch mit dem Tod des Mausekönigs ist das Puppenreich des Nussknackers noch lange nicht gerettet. Er bittet Clara, mit ihm auch noch gegen die böse Hexe Mauselix ins Feld zu ziehen. Das Mädchen folgt ihm. Über Kandiswiesen und Zuckerwatte-Schnee, geht es in einem Muschelboot über den Rosensee bis zum Marzipanschloss. Dann findet sich Clara plötzlich in ihrem Zimmer wieder. Hat sie wirklich alles nur geträumt? Doch natürlich nimmt alles ein gutes Ende. Die Tränen, die Clara um den Nussknacker weint, lassen die Holzfigur schließlich lebendig werden. Der Bann der bösen Hexe ist gebrochen. Drosselmeier ist darüber so begeistert, dass er mit den Kindern im Publikum erst einmal ein fröhliches „Kling, Glöckchen, kling“ schmettert, bevor er es gemeinsam mit dem Saxofon-Quartett zum Abschluss noch ein bisschen unterm Weihnachtsbaum rocken lässt.

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