Untersuchung der NRW-Bank
Eigenheim wird in Ochtrup bevorzugt

Ochtrup -

Dass die Töpferstadt ein Ort ist, an dem es sich gut leben lässt, wissen die meisten Ochtruper wahrscheinlich bereits. Doch es gibt auch viele Menschen von außerhalb, die es dorthin zieht. Das belegt zumindest eine Untersuchung der NRW-Bank. Demnach zogen in 2015 durch alle Altersklassen mehr Menschen nach Ochtrup hin als von dort weg.

Mittwoch, 03.01.2018, 07:01 Uhr

Das Alter der Wohnungen in Ochtrup ist sehr gemischt. Es viele ältere Häuser, aber auch solche jüngeren Datums.
Das Alter der Wohnungen in Ochtrup ist sehr gemischt. Es viele ältere Häuser, aber auch solche jüngeren Datums. Foto: Lisa Stetzkamp

Insgesamt hatte Ochtrup im Jahr 2016 19 599 Einwohner. Und die Menschen leben großzügig: Über 76 Prozent der 8266 Wohnungen befinden sich in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Im Durchschnitt haben die Wohnungen eine Größe von mehr als 114 Quadratmetern, NRW-weit sind es 90,3. Der Anteil der Sozialwohnungen liegt bei knapp 31 Prozent.

Das Alter der Häuser, in denen die Töpferstädter leben, ist sehr unterschiedlich. Etwa 16 Prozent der Wohnungen sind älter als 68 Jahre, etwas mehr als elf Prozent wurden zwischen 1950 und 1959 gebaut. Einen ähnlichen Wert (11,9 Prozent) stellt die NRW-Bank für die Jahre 1960 bis 1969 fest. In den 70er-Jahren entstanden gut 15 Prozent der Wohnungen. Aus den 80er- und 90er-Jahren stammen fast 30 Prozent. Knapp 17 Prozent der Wohnungen in Ochtrup wurden in den Jahren 2000 bis 2011 gebaut.

Die meisten Ochtruper wohnen übrigens in den eigenen vier Wänden. Mehr als 60 Prozent der Wohnungen gehören zum sogenannten selbstgenutzten Eigentum. Vermietet werden etwa 37 Prozent, als Ferien- und Freizeitwohnungen genutzt nur 0,2 Prozent der Wohnungen. 2,1 Prozent stehen leer.

In mehr als der Hälfte aller Haushalte leben übrigens eine oder zwei Personen (55,8 Prozent). 16,3 und 16,9 Prozent der Haushalte beherbergen drei beziehungsweise vier Personen, in nur knapp sieben Prozent der Haushalte leben fünf Personen, und mehr als sechs Personen leben nur in vier Prozent der Haushalte.

Finanziell stehen die Ochtruper recht gut dar. Das durchschnittliche jährliche Nettoeinkommen pro Haushalt liegt in Ochtrup um zehnt Prozent höher als im landesweiten Schnitt. Um ein Eigenheim zu kaufen, braucht es in der Töpferstadt bis zu fünf Jahreseinkommen. In der Nachbargemeinde Metelen würden bis zu drei fällig, in Münster mehr als sieben.

Der Kaufpreis für ein Eigenheim liegt übrigens im Durchschnitt bei 188  500 Euro. Wer selbst bauen möchte, muss in Ochtrup bis zu 150 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen – wenn er denn überhaupt einen Bauplatz findet, denn dieser ist rar. Verschiedene Investoren und auch die Stadt Och­trup planen derzeit die Ausweisung neuer Baugebiete, unter anderem am Postdamm.

Baugrund ist aber auch in den umliegenden Kommunen teuer. In Steinfurt, Nordwalde oder Neuenkirchen werden ähnliche Preise wie in Ochtrup gezahlt. Etwas günstiger sind Baugrundstücke in Metelen, Heek, Schöppingen, Wettringen und Laer. Bis zu 200 Euro je Quadratmeter zahlen Bauwillige in Altenberge, Havixbeck, Greven, Emsdetten, Rheine, Coesfeld und Dülmen. Die Nähe zu Münster macht sich in Telgte bemerkbar. Dort kostet ein Quadratmeter unbebautes Land bis zu 250 Euro. Und in Münster selbst steigen die Preise noch einmal. Dort kostet Baugrund mehr als 300 Euro pro Quadratmeter.

Und auch die Mieten sind in der Universitätsstadt deutlich teurer als im 45 Kilometer entfernten Ochtrup. Mehr als sieben Euro je Quadratmeter verlangen Vermieter dort für Altbauten. In Ochtrup beträgt die Nettokaltmiete nur etwa 5,50 Euro pro Quadratmeter.

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