Streik bei der Firma Dürr Systems
Für fairen Anteil am Erfolg

Ochtrup -

Am fünften Warnstreiktag im Bezirk der Geschäftsstelle Rheine der IG Metall in der aktuellen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindu-strie legten auch rund 80 Beschäftigte der Firma Dürr Systems in Ochtrup die Arbeit nieder.

Samstag, 13.01.2018, 07:01 Uhr

In den Warnstreik traten am Freitagmittag rund 80 Beschäftigte der Firma Dürr Systems. Deren Betriebsratsvorsitzender Michael Dierker (oben) machte deutlich, dass es bereits fünf vor Zwölf sei.
In den Warnstreik traten am Freitagmittag rund 80 Beschäftigte der Firma Dürr Systems. Deren Betriebsratsvorsitzender Michael Dierker (oben) machte deutlich, dass es bereits fünf vor Zwölf sei. Foto: Martin Fahlbusch

Selbst die Schürze des Grillmeisters beim Warnstreik bei der Firma Dürr Systems am Freitagmittag war im Arbeitskampfmodus. „Her mit der Kohle“ war da in roten Lettern auf dunklem Grund zu lesen.

Am fünften Warnstreiktag im Bezirk der Geschäftsstelle Rheine der IG Metall in der aktuellen Tarifrunde der Metall- und Elektroindu-strie beteiligten sich rund 80 Beschäftigte des Ochtruper Werks an Warnstreikmaßnahmen. Spontan hatten sich noch rund zehn Beschäftigte der benachbarten Firma Frenkert hinzugesellt.

„Die gute wirtschaftliche Lage in unseren Unternehmen und die weiterhin guten Auftragsaussichten führen zu einer Zuspitzung der Lage in der aktuellen Verhandlungsrunde“, erläuterte Betriebsratsvorsitzender Michael Dierker vor dem Tor der Dürr-Warenannahme, vor dem sich die Streikenden versammelt hatten. Pfiffigerweise hatten die Gewerksschafts- und Betriebsräte spontan einen Grill aufgebaut, um die Warnstreikenden wenigstens aktuell gut zu versorgen.

„Ganz anders die Situation in den derzeitigen Verhandlungsrunden. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und eine Flexibilisierung und Selbstbestimmung der Arbeitszeiten. Das Zwei-Prozent-Angebot der Arbeitgeber ist dagegen ein Witz und meilenweit von unseren Forderungen entfernt“, stellte Dierker in seine Ansprache fest.Es sei fünf Minuten vor Zwölf machte er klar und bezog sich auf die dritte Verhandlungsrunde in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie, die am Donnerstag ohne Ergebnis auf den 24. Januar vertagt wurde. Die Verhandlungen in dem Süddeutschen Bundesland haben eine wichtige Pilotfunktion für die anderen Tarifbezirke wisse man aus der Vergangenheit.

Heinz Pfeffer, der Geschäftsführer der IG Metall Rheine, musste sich wegen einer Sitzung der NRW-Tarifkommission in Sprockhövel entschuldigen lassen, hatte aber mitgeteilt: „Die Beschäftigten fordern einen fairen Anteil an den durchweg guten Erfolgen der Branche. Im Paket mit den Lohnerhöhungen fordern wir mehr flexible Arbeitszeitmodelle für die Beschäftigten, die sich nicht nach den Interessen der Unternehmer richten und die Bereitschaft der Mitarbeiter fördern, die schwankenden Auslastungen zu kompensieren.“

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