Arbeitskreis für Bauprojekte
Aus Fehlern für die Zukunft lernen

Ochtrup -

Ein Arbeitskreis soll analysieren, welche Fehler bei abgeschlossenen Bauprojekten in Och­trup gemacht worden sind. Dafür hat sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend ausgesprochen. Konkret soll es um die Großbaustelle am Lambertikirchplatz gehen sowie um die Errichtung des Kreisverkehrs Nienborger Damm.

Freitag, 02.02.2018, 07:02 Uhr

Die Baustelle am Nienborger Damm – inzwischen abgeschlossen – steht im Fokus der Analyse.
Die Baustelle am Nienborger Damm – inzwischen abgeschlossen – steht im Fokus der Analyse. Foto: Anne Steven

Den Antrag darauf hatte die CDU gestellt. Die Christdemokraten forderten einen „Untersuchungsausschuss“, der sich damit befasst, „welche Gründe zu Mehrkosten und zeitlichen Verzögerungen im Bauablauf geführt haben und wie sich diese Fehler in Zukunft vermeiden lassen“.

Damit konnten sich die meisten anderen Fraktionen durchaus anfreunden. Nur an der Bezeichnung „Untersuchungsausschuss“ störten sich einige Politiker: Das klinge, als wolle man den Finger auf jemanden richten, der etwas falsch gemacht hat, fand Claudia Fremann (FWO). Das sei aber nicht das Ziel. „Wir wollen gucken, was es an Schwierigkeiten gab und was wir für die Zukunft daraus lernen können.“

Es sei nicht beabsichtigt, „jemanden auf die Anklagebank zu zerren“, verdeutlichte auch die CDU-Frau Christa Lenderich. „Weder den Bürgermeister noch Mitarbeiter der Verwaltung.“ Wenn jedoch etwas aus dem Rahmen gerate, sei die Politik in der Pflicht, nachzuhaken. „Wir wollen den Bürgern schließlich Rede und Antwort stehen können.“

„Wenn es darum geht, Sachen auf den Prüfstand zu stellen, dann werden wir uns dem nicht verweigern“, erklärte Vincent ten Voorde für die SPD. Wenig begeistert war dagegen der Liberale Hermann Holtmann: „Welche laufende Nummer hätte dieser Arbeitskreis dann?“, stellte der FDP-Mann eine spitze Frage in den Raum und zielte damit auf die wachsende Zahl solcher Gruppen ab. Er hielt es für problematisch, dass sich die Kommunalpolitik mit solchen Fachfragen beschäftigen soll. „Das kann so ein Arbeitskreis gar nicht leisten.“ Seiner Meinung nach sei das Ochtruper Bauamt schlichtweg unterbesetzt, ergänzte er.

Dass das Bauamt überlastet sei und mehr Personal brauche, könne ja auch ein Ergebnis der Analyse sein, befand Hajo Steffers, der den Fraktionen dieses Fachthema durchaus zutraute. Vielleicht stelle die Arbeitsgruppe auch fest, „dass wir zur Unterstützung mehr externen Sachverstand hinzuziehen müssen“, ergänzte Claudia Fremann.

Der Arbeitskreis – ein Unterausschuss des Rechnungsprüfungsausschusses – soll sich aus Vertretern der Fraktionen, Mitarbeitern der Verwaltung sowie den Vorsitzendenden des Rechnungsprüfungsausschusses und der Ausschüsse für Planen und Bauen sowie für Tiefbauangelegenheiten zusammensetzen.

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