Dorfinnenentwicklungskonzept Welbergen
Das Engagement bündeln

Ochtrup -

Der Förderbescheid ist da, die Planungen für das Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) für Welbergen werden konkret. Demnächst wird es eine Auftakt- und Informationsveranstaltung geben. Gefragt ist auch die Expertise der Einwohner selbst.

Montag, 19.02.2018, 06:02 Uhr

Trafen sich jetzt zu einem Gespräch im Rathaus (v.l.): Robert Tausewald, Karin Korten, Kai Hutzenlaub, Hinnerk Willenbrink, Matthias Speckblanke, Rainer Kappelhoff, Frank Bröckling und Claudia Werremeier.
Trafen sich jetzt zu einem Gespräch im Rathaus (v.l.): Robert Tausewald, Karin Korten, Kai Hutzenlaub, Hinnerk Willenbrink, Matthias Speckblanke, Rainer Kappelhoff, Frank Bröckling und Claudia Werremeier. Foto: Carina Hörst

„Ich war früher kein Freund von diesen Dorfinnenentwicklungskonzepten“, räumt Rainer Kappelhoff unumwunden ein und schaut in die Runde, die sich an diesem Nachmittag im Ochtruper Rathaus versammelt hat. „Ich hatte immer das Gefühl, die Konzepte würden ohnehin in der Schublade landen“, führt Kappelhoff weiter aus. Doch offenbar hat irgendetwas dazu geführt, dass der Welbergener einem DIEK, wie es kurz genannt wird, für sein Dorf positiv gegenübersteht.

Da sei zum einen die Kommission beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewesen, die bei nahezu jedem Rundgang durch den Ochtruper Ortsteil nach einem solchen Konzept fragte. Und dann machte Kappelhoff die Entdeckung, dass „solche Konzepte heute langfristig angelegt und so konzipiert sind, dass die Schubladen-Gefahr nahezu gebannt ist. Ich muss sagen, ich freue mich jetzt richtig darauf“, meint er und erntet zustimmendes Kopfnicken von seinem Mitstreiter Matthias Speckblanke.

Da ist er in der Runde nicht alleine. Auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub, Wirtschaftsförderer Robert Tausewald, Bauamtsleiterin Karin Korten und Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Werremeier sind bereits voll im Thema drin. Unterstützt wird die Kommune von Dr. Frank Bröckling vom Büro Planinvent aus Münster und einem Experten in Sachen Stadtentwicklung und Kommunikation, Hinnerk Willenbrink aus Gimbte.

Was im Mai vergangenen Jahres begann, soll nun in einem Dorfinnenentwicklungskonzept für Welbergen münden. Und die Planungen werden, seitdem der Förderbescheid in Höhe von knapp 16 000 Euro vorliegt, endlich konkret. Am 26. Februar (Montag) wird es eine Auftakt- und Informationsveranstaltung geben. Das Ziel des DIEK: sich den Herausforderungen der Zukunft stellen und die drängendsten Fragen der Ortsentwicklung beantworten. „Dazu brauchen wir die Expertise der Welbergener“, erklärt Dr. Frank Bröckling. Das Konzept soll also mit den Bürgern erarbeitet werden.

In Sachen Engagement sieht der Experte in Welbergen allerdings keine Probleme. Die Welbergener hätten bereits mehrfach bewiesen, dass sie in der Lage seien, Dinge gemeinsam anzugehen. Nun gelte es, dieses Engagement in konkreten Projekten zu bündeln, die sich im besten Fall positiv auf die Entwicklung des Dorfes auswirkten. „Wenn im Dorf Strukturen geschaffen werden, die es lebenswerter machen, profitieren davon natürlich auch die Außenbereiche“, ist Kappelhoff wichtig zu betonen, dass es sich zwar um ein Dorfinnenentwicklungskonzept handele, aber Welbergen als Ganzes betrachtet werde.

Zudem erhöhe ein DIEK die Chancen auf Fördergelder. Denn wer ein Konzept vorlegen könne, sei immer besser dran, wissen die Experten. Und damit die verschiedenen Projekte nicht einfach nur „abgearbeitet“ werden, sollen die Ziele des Dorfinnenentwicklungskonzeptes ständig fortgeschrieben werden. „Es ist ein fortschreitender Prozess“, betont Bröck­ling. Irgendwann automatisiere sich der Zusammenarbeitsprozess. „Man arbeitet immer weiter daran, entwickelt neue Ideen und Projekte. Das ermöglicht vieles“, weiß Hinnerk Willenbrink und nennt das Beispiel St. Arnold. Dort seien bereits fast die Hälfte der Projekte umgesetzt und schon einige neue Ideen in Arbeit.

Zur Auftaktveranstaltung des DIEK ist ausdrücklich offen für jede Altersklasse, betont Kappelhoff. „Ein Dorf lebt von den jungen Leuten“, hofft er, dass auch die Jugendlichen aus dem Ortsteil kommen werden. Schließlich gehe es auch und vor allem um ihre Zukunft.

Termine im Überblick

Die Auftakt- und Informationsveranstaltung findet am 26. Februar (Montag) um 19 Uhr in der Gaststätte „Zum Kapellenhof“ statt. Im Frühjahr sollen dann die Arbeitskreise zusammenkommen. Die so entwickelten Projekte werden am 1. Juli im Rahmen einer Projekt-Messe in der Alten Kirche in Welbergen vorgestellt. Bis zum 15. November muss das DIEK für Welbergen dann stehen.

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