Abenteuer Hausbau, Teil 4: Die Decken kommen
Der Deckel muss drauf

Ochtrup -

Viele Menschen in der Töpferstadt möchten ein Haus bauen. Doch ein passendes Grundstück zu finden, ist gar nicht so leicht. Und dann der Bau selbst: Was müssen künftige Bauherren beachten? Die WN begleiten beispielhaft Familie Hippe/Menze bei ihrem Wohnbauprojekt. Für unsere Leser sind wir beim ersten Spatenstich dabei, berichten vom Fortgang der Arbeiten, von Problemen und Etappenzielen – eben von dem großen Abenteuer Hausbau.

Samstag, 21.04.2018, 06:04 Uhr

Familienrat: Während die Maurer die Filigrandecken verlegen, planen Josef Menze (M.) und Frank Hippe (l.) schon mal den ersten Familieneinsatz auf der Baustelle.
Familienrat: Während die Maurer die Filigrandecken verlegen, planen Josef Menze (M.) und Frank Hippe (l.) schon mal den ersten Familieneinsatz auf der Baustelle. Foto: Anne Steven

Aufatmen auf der Baustelle: Am Freitagnachmittag ist den Arbeitern die Erleichterung deutlich in die verschwitzten Gesichter geschrieben. Mit gut zweistündiger Verspätung biegt endlich der langersehnte Lkw mit den Filigrandecken für den Bungalow von Familie Hippe /Menze um die Ecke. Auch die Bauherren, die sich im Rahmen der WN-Serie „Abenteuer Hausbau“ über die Schulter schauen lassen, sind froh.

Seit dem letzten Teil der Hausbau-Serie ist einiges passiert. Kurz vor Ostern waren die Mitarbeiter der Firma TS-Bau mit den Maurerarbeiten angefangen. Am Freitagnachmittag stehen bereits alle Wände, und die Maurer haben schon mit dem Verklinkern des Mauerwerks begonnen. Stolz hält Josef Menze einen der perlweißen Steine in seinen Händen. „Das wird super aussehen“, ist er überzeugt. Zu dem weißen Klinker hat sich die Familie dunkle Dachpfannen und Fenster im gleichen Farbton ausgesucht. Dikussionen habe es darüber nicht gegeben, meint Menze.

Abenteuer Hausbau, Teil 4: Die Decken kommen

Frank Hippe, der den Bau des Alterssitzes für seine Eltern gemeinsam mit seinem Stiefvater angeht, erreicht die Baustelle kurz vor dem Eintreffen der Filigrandecken – inklusive einer kleinen Stärkung für die Maurer. Den Kuchen lässt sich auch Josef Menze schmecken.

Und Stärkung tut Not, schließlich „wollen wir heute auch noch etwas schaffen“, meint Hippe. Sein Stiefvater nickt zustimmend. Wenn die Filigrandecken – etwa fünf Zentimeter dicke Betonplatten mit einer ersten Stahlbewehrung – auf den Wänden liegen, will die Familie in Eigenregie mit vorbereitenden Arbeiten für die Elektrik starten. „Aber erst muss der Deckel drauf“, sagt Hippe und lacht.

Im Vorfeld haben die Handwerker bereits die Unterkonstruktion für die Betondecken aufgestellt. Mit vereinten Kräften lösen sie nun die Sicherungsgurte der Filigrandecken auf dem Anhänger. „Für 75 Kilometer habe ich heute ungelogen fast zwei Stunden gebraucht“, erzählt der Lkw-Fahrer währenddessen und verdreht genervt die Augen. Mit Unterstützung des Baukrans wird nun jede einzelne Platte an die richtige Stelle manövriert. „Guck mal, da kommt das Loch für die Treppe“, ruft Menze begeistert.

Er steht mit zwei seiner künftigen Nachbarn zusammen. Sie finden schnell ein Gesprächsthema. Schließlich waren auch sie erst vor kurzem noch Bauherren. „Ich weiß noch als unsere Decken kamen“, meint eine Frau und lacht.

Familie Hippe/Menze ist zufrieden mit dem Fortschritt. Doch Senior Josef Menze will sich nicht auf irgendwelchen Lorbeeren ausruhen. „Ich sag‘ immer: Wo kein Schnee liegt, da kann gerannt werden‘“, meint er grinsend. Er und sein Stiefsohne haben viel Zeit in die Vorbereitung des Hausbauprojekts gesteckt. Das mache sie jetzt bezahlt, sind sie überzeugt. Alles, was die Familie im Vorfeld erledigen konnte, sei bereits fertig.

An diesem Wochenende steht nun der erste richtige Einsatz für die Familiemitglieder auf der Baustelle an – sobald die Decken drauf sind. „Wir legen die Kabel für die Elektrik in die Decken“, erklärt Menze. Bis Montag muss das erledigt sein, denn dann werden die Decken betoniert. Und wenn dann alles klappt, könnten Ende nächster Woche schon die Zimmerer mit dem Dachstuhl anrücken. „Das will ich aber noch nicht versprechen“, bremst Bauleiter Dominique Stenvers. Auch er ist an diesem Freitagnachmittag dabei, als beim Bungalow „der Deckel drauf kommt“.

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