Projektwoche am Gymnasium
Arbeiten für die gute Sache

Ochtrup -

Eine Woche haben sich die Schüler des Städtischen Gymnasiums Ochtrup verschiedenen Projekten gewidmet. Unter anderem baute eine Gruppe ein Hotel für Wildbienen und Insekten, eine andere bastelte Grußkarten und verkaufte diese zugunsten des Projekts Christopher.

Donnerstag, 12.07.2018, 23:00 Uhr

Fleißig waren die Schüler des Gymnasiums in der Projektwoche: eine Gruppe basteltet Grußkarten eine andere baute ein Hotel für Wildbienen und Insekten.
Fleißig waren die Schüler des Gymnasiums in der Projektwoche: eine Gruppe basteltet Grußkarten eine andere baute ein Hotel für Wildbienen und Insekten. Foto: Chris-Marvin Hermelink

Um Wildbienen und anderen Insekten ein Zuhause zu bieten, legten Schüler und Schülerinnen anlässlich der Projektwoche des Städtischen Gymnasiums selbst Hand an. Die Fünft- und Sechstklässler haben gegraben, gesammelt, gebastelt, gebohrt, genagelt, gelernt, gelesen, aber vor allem geschuftet und das alles für Mutter Natur und die Insektenwelt.

Das „Jahr der Biene“ gab für die insgesamt 23 Schüler den Ausschlag für ihr Projekt. Gemeinsam mit den Biologielehrern Berit Schopen und Peter Hilgenfeldt hatten sie den Plan gefasst, ein Insektenhotel für ihren Schulgarten zu bauen. Tatkräftig unterstützt wurden sie im Vorfeld mit viel Engagement von der Tischlerei Tombült. Christian Diekmann hat die Konstruktions- und Tischlerarbeiten für das 5-Sterne-Insektenhotel geplant. Damit konnten die „Zimmer“ für Wildbiene, Marienkäfer, Florfliege und Co. direkt mit den zuvor gesammelten Materialien wie zum Beispiel Lochziegeln, Baumscheiben, Schilf, Bambus, Tannenzapfen und Lehm befüllt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

  Foto: Almuth Rusteberg

Wildblumenwiese

Fachwissen und Know-how steuerte der Imkerverein Ochtrup bei. Bevor die Bohrmaschinen surrten und die Kinder das Insektenhotel fertig befüllten, erklärte Imker August Woltering in der „Villa Bienenstich“ den kleinen Handwerkern, was die Fluginsekten alles leisten. Er vermittelte in einer Video-Präsentation das Leben der Honigbiene mit den Aufgaben der Königin, der Arbeiterinnen und der Drohnen. Auch die Arbeiten des Imkers im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter wurden anschaulich erklärt. Zum Abschluss zeigte er den Mädchen und Jungen noch die Bienenvölker im Freistand, welcher von einer prächtigen Wildblumenwiese umgeben ist.

Der erste Besucher, ein Falter, ist schon in das Insektenhotel eingezogen.

Schüler des Gymnasiums

Um ihren Insekten und besonders den Wildbienen ein umfangreiches Frühstücksbuffet zu schaffen, haben die Schüler im Schulgarten ein kleines Blumenparadies vor dem Insektenhotel geschaffen. „Der Anbau von möglichst vielen insektenfreundlichen Blütenpflanzen stellt für die Bienen und andere Insekten eine zusätzliche Hilfe dar“, erklären Berit Schopen und Peter Hilgenfeldt. So soll neben dem angelegten Staudenbeet zusätzlich eine Wildwiese entstehen. Die beiden Biologielehrer waren begeistert, dass sich ihre Schüler so sehr für das Projekt interessiert und eingesetzt haben. „Der erste Besucher, ein Falter, ist schon in das Insektenhotel eingezogen. Bald kommen aber sicherlich noch mehr Gäste, die Ferien stehen ja vor der Tür “, freute sich ein Schüler.

Karten mit Wow-Effekt

Ein weiteres Projekt, mit dem eine gute Tat verbunden wird, war das Basteln von Grußkarten. 26 Schüler verbrachten viel Zeit im Filmraum des Gymnasiums, um unter der Leitung von Corinna Thölken und Karolin Hörsting fünf Tage lang zu gestalten, teilt die Schule weiter mit. Anschließen sollten die Karten gewinnbringend zugunsten des Projekts Christopher verkauft werden. Es sollten jedoch nicht einfach nur Klappkarten gestaltet werden. Zuerst lernten die Teilnehmer verschieden Techniken kennen, die beim Beschenkten einen Wow-Effekt auslösen sollen. Bei der weiteren Ausgestaltung waren der Kreativität dann aber keine Grenzen mehr gesetzt, und es entstanden viele unterschiedliche, tolle Werke, was sich auch am Tag der Projektpräsentation zeigte. Denn neben viel Lob und Bewunderung nahmen die Teilnehmer zusätzlich 333 Euro ein, die sie Schuleiter Peter Grus nicht ohne Stolz mit der Bitte um Weiterleitung an das Projekt Christopher überreichten.

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