Benachbarte Feuerwehren
Großübung in der Lambertischule

Ochtrup -

Letztlich lag es an einem defekten Fön, dass die benachbarten Freiwilligen Feuerwehren aus Ochtrup, Epe und Nienborg am ersten Ferientag zu einer Grundschule der Töpferstadt ausrücken mussten. Zum Glück nur ein Übungsszenario.

Mittwoch, 18.07.2018, 19:00 Uhr

Bei der Übung in der Ochtruper Grundschule ging es auch um die Rettung der Retter.
Bei der Übung in der Ochtruper Grundschule ging es auch um die Rettung der Retter. Foto: Feuerwehr Ochtrup

„Seit vielen Jahren sind wir bemüht, mit den Feuerwehrkameraden aus Epe , Nienborg und Metelen gemeinsame Einsätze zu üben“, erzählte der Ochtruper Feuerwehrmann Frank Piel , als er nach der angenommenen Schadenslage an der Lamberti-Grundschule etwas Zeit hat, um Fragen zu beantworten und Erläuterungen zu geben. Mit seinem Kollegen Karl Wierling hatte er ein Übungsszenario erarbeitet, bei der die Koordination der Wehren erprobt werden sollte. „Leider mussten die Kollegen aus Metelen wegen Terminproblemen passen, aber auch so konnten die gestellten Aufgaben noch ganz ordentlich gelöst werden.“

Die Ochtruper hatten sich Folgendes ausgedacht: In einem Werkraum, in dem Schüler mit einem Lehrer basteln, kommt es zu einem Wasserrohrbruch. Notdürftig will man das Leck dichten und setzt dazu einen Fön ein. Als der Lehrer weitere Hilfe holen will, fällt das Gerät zu Boden und entzündet dabei herumliegendes Holz. Schnell kommt es zu einem Feuer im Werkraum, das auf benachbarte Klassen übergreift. Der Rest sind Panik, Schüler, die sich im verrauchten Schulgebäude verirren, und ein größerer Feuerwehreinsatz.

„Wir hatten letztlich 75 Rettungskräfte und zehn Einsatzfahrzeuge vor Ort“, berichtete Piel. „Aufgrund der konstruierten Schadenslage stand die Personenrettung, hier vor allem das Auffinden von orientierungslosen Schülern und Lehrkräften in dem stark verqualmten Schulgebäude und in den Treppenaufgängen, im Vordergrund.“ In solchen Situationen gehe für die Retter nichts ohne Atemschutz. Dabei könnten aber auch Probleme entstehen, deren Lösung Bestandteil der Übung gewesen sei. „Insofern ging es auch um die Rettung der Retter“, erläuterte Frank Piel.

Die Feuerwehr auf dem Schulhof der Lambertischule.

Die Feuerwehr auf dem Schulhof der Lambertischule. Foto: Feuerwehr Ochtrup

Natürlich sei auch die konkrete Brandbekämpfung in dieser Simulation erprobt worden. „Wenn mehrere Feuerwehren – in unserem Falle auch solche aus verschiedenen Kreisen – gemeinsam üben, gilt unser besonderes Augenmerk der Kommunikation. Mitunter sind möglicherweise auftretende Funkprobleme schnell zu lösen“, erläuterte Piel weiter. Aber auch die einzelnen Abschnitts- und Bereichsleiter müssten Hand in Hand arbeiten und anstehende Aufgaben für ihre Mannschaften und Trupps abklären.

Und da ja schon die Ferienzeit angebrochen war, übernahmen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Schülerrollen, was nach Aussagen der Verantwortlichen genauso problemlos klappte wie in großen Teilen die gesamte Übung. „Dankbar waren wir vor allem, dass wir zu dieser ungewöhnlichen Zeit in der und um die Lambertischule herum proben konnten“, betonte Frank Piel zum Schluss. Aber die Schulleiterin Marlies Lütkehermölle habe ja allein schon aus familiären Gründen ein Herz für die Sache der Feuerwehr .

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