Wasserversorgung
Trockenheit hat keine Auswirkung

ochtrup -

Bisher hat es im Juli kaum geregnet. Die Trockenheit ist allgegenwärtig. Um die Versorgung mit Trinkwasser müssen sich die Ochtruper aber keine Sorgen machen. Stadtwerke-Leiter Robert Ohlemüller gibt an dieser Stelle Entwarnung. Vor allem die Grundwasseranreicherungsanlage an der Vechte erfülle ihren Zweck.

Donnerstag, 19.07.2018, 06:00 Uhr

Die Wasserversorgung in Ochtrup ist trotz der langen Trockenheit nicht gefährdet. Das Speicherbecken auf dem Berg ist gut gefüllt.
Die Wasserversorgung in Ochtrup ist trotz der langen Trockenheit nicht gefährdet. Das Speicherbecken auf dem Berg ist gut gefüllt. Foto: Steven

Der Juli hat seinen Zenit überschritten. Geregnet hat es bisher noch nicht oft. Die Ausbeute in der Töpferstadt: 4,9 Liter pro Qua­dratmeter. 2017 und 2016 gab es zum gleichen Zeitpunkt jeweils bereits über 40 Liter Regen. Sorgen um die Wasserversorgung müssen sich die Ochtruper aber nicht machen.

„Wir merken im Moment noch keine Auswirkungen“, betont Stadtwerke-Leiter Robert Ohlemüller. Vor allem die Mitte 2014 in Betrieb gegangene Grundwasseranreicherung an der Vechte kommt Och­trup derzeit zugute. „Das funktioniert sehr gut“, freut sich Ohlemüller.

Etwa 5000 Kubikmeter Wasser werden täglich für die Töpferstadt benötigt. 6295 Kubikmeter war die bisher höchste Abnahme in diesem Jahr. Gefördert wird das Trinkwasser in Neuenkirchen. Am münsterländischen Kiessandzug, der seine Anfänge im Ruhrgebiet hat, „hängen viele Wasserwerke“, erklärt der Technische Leiter Versorgung, Herbert Bätker. Und das Ochtruper Wasserwerk eben auch.

Die Stadtwerke fördern aktuell etwa 250 Kubikmeter pro Stunde. Der Wasserspeicher auf dem Berg in Reichweite des Freibads fasst satte 3000 Kubikmeter. Und er ist immer gut gefüllt.

Das kühle Nass stammt aus zehn Brunnen. An zahlreichen Peilrohren kontrollieren die Stadtwerke regelmäßig den Stand des Grundwassers, damit die Quellen nicht überwirtschaftet werden. Ohlemüller hat die Zahlen parat, aber „da tut sich nicht viel“. Ein Grund dafür ist, wie gesagt, die Grundwasseranreicherung: Etwa 1700 Kubikmeter Wasser reichern pro Tag das Grundwasserangebot an. „Wir haben keinerlei Einschränkungen“, betont der Stadtwerke-Leiter.

Die Qualität des Trinkwassers in Ochtrup ist übrigens gut. Das oft verschriene „harte“ Wasser weist in der Töpferstadt zwar einen Wert von 14,6 Grad deutscher Härte auf, doch Bätker findet, dass es dadurch auch Geschmack habe. Auf der Homepage der Verbraucherzentralen ist sogar nachzulesen, dass hartes Wasser gesünder sei, weil es dem Körper mehr Calcium und Magnesium zuführe. Für Waschmaschinen stelle hartes Wasser kein Problem dar, da alle modernen Waschmittel richtig dosiert genügend „Enthärter“ enthielten. Wasserkocher oder Kaffeemaschinen ließen sich problemlos mit verdünnter Zitronensäure entkalken.

Einen sparsamen Umgang mit dem kostbaren Nass empfehlen Ohlemüller und Bätker trotzdem und grundsätzlich.

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