Außengastronomie in der Innenstadt
„Den Platz weiter beleben“

Ochtrup -

Um die Draußen-Saison zu verlängern, wollen die Gastronomen am Lambertikirchplatz ihre Außenbereiche neu gestalten: Einheitliche, mobile Pergolen wünschen sich die Wirte. Ihre Pläne für die einzelnen Lokale haben sie nun unserer Zeitung vorgestellt.

Samstag, 11.08.2018, 06:00 Uhr

Haben sich viele Gedanken über die Gestaltung gemacht: (v.l.) Andy Roche („Paddy‘s Irish Pub“), Michaela Ammertmann („Kock‘s Wirtshaus“), Nikos Smyridis („Odysseus“), Celal Bazo („Dal Compare“) und Masleydi Calgagnotto („San Remo“).
Haben sich viele Gedanken über die Gestaltung gemacht: (v.l.) Andy Roche („Paddy‘s Irish Pub“), Michaela Ammertmann („Kock‘s Wirtshaus“), Nikos Smyridis („Odysseus“), Celal Bazo („Dal Compare“) und Masleydi Calgagnotto („San Remo“). Foto: Anne Spill

Eine gekühlte Limo oder ein kaltes Eis im Schatten des Sonnenschirms, ja, das schmeckt an diesen heißen Sommertagen. Doch wird es draußen erst wieder zapfig, feucht und windig – auch wenn das gerade nur schwer vorstellbar ist – zieht es viele Gäste der Lokale rund um den Lambertikirchplatz wieder nach drinnen ins Warme. Das soll sich ändern: Die anliegenden Wirte möchten gemeinsam ihre Außenbereiche neu gestalten, um die Draußen-Saison zu verlängern (wir berichteten). Jetzt stellten sie unserer Zeitung die Entwürfe für die einzelnen Gaststätten vor.

Zunächst vier Lokale sollen eine wetterfeste Terrasse bekommen: die Eisdiele „San Remo“, das italienische Restaurant „Dal Compare“, „Paddy‘s Irish Pub“ und „Kock‘s Wirtshaus“. Deren Betreiber haben sich zusammengetan und wollen jeweils rund 15 000 Euro in einheitlich gestaltete Pergolen investieren. Auch für das griechische Lokal „Odysseus“ ist ein neuer Außenbereich geplant – wegen des begrenzten Platzes muss dort aber eine besondere Lösung her.

So könnte das Eiscafé „San Remo“ aussehen.

So könnte das Eiscafé „San Remo“ aussehen.

Ins Auge gefasst haben die Gastronomen eine Pergola mit einer auf Schienen geführten Markise, berichten sie im Pressegespräch. Glasscheiben an den Seiten sollen zusätzlich für Schutz vor Wind und Wetter sorgen. Das mobile Konstrukt – kein Wintergarten – entstünde in Leichtbauweise und wäre bei Bedarf demontierbar. Wobei: „Die Feuerwehrdurchfahrt ist auch so definitiv gewährleistet“, betont Getränkehändler Bernd Kock, der die Gastronomen in dieser Sache unterstützt. Selbst vor „Paddy‘s“ gebe es keinerlei Engpässe: „Die Bäume gehen ja sogar weiter raus als es die Markise würde“, macht Pub-Chef Andy Roche deutlich. Die Terrasse vergrößere sich auch nicht im Vergleich zu jetzt, wo der Wirt mit Sonnenschirmen arbeitet, versichert er.

Über die einheitliche – und damit optisch ruhige – Gestaltung haben sich die Wirte bereits viele Gedanken gemacht. Die Farbe der Pergola soll zum Pflaster und den Straßenlaternen passen, außerdem stellen sich die Gastronomen eine Begrünung vor, die von einem gemeinsam engagierten Gärtner gepflegt werden soll. Apropos: Sie seien auch gerne bereit, sich finanziell daran zu beteiligen, dass die Innenstadt am Wochenende sauber ist, berichten die Wirte im Pressegespräch weiter.

Das ist der Entwurf für „Kock‘s Wirtshaus“.

Das ist der Entwurf für „Kock‘s Wirtshaus“.

„Es hat nur Vorteile“, wirbt Michaela Ammertmann von Kock‘s Wirtshaus für das Vorhaben. Denn bei ihren Plänen sind die Betreiber auch auf die Zustimmung der Politik angewiesen: Da die Stützen der Pergolen in den Boden eingelassen werden, ist städtischer Grund betroffen, und dafür müsste die Ochtruper Gestaltungssatzung entsprechend angepasst werden. Mit der Pfarrgemeinde haben die Wirte nach eigenen Angaben schon Kontakt aufgenommen – dort seien keine Einwände vorgebracht worden.

So stellen sich die Planer „Paddy‘s Irish Pub“ vor.

So stellen sich die Planer „Paddy‘s Irish Pub“ vor.

„Wir wollen den Kirchplatz gerne weiter beleben“, machen die Gastronomen deutlich. Auf diese Weise sollen „die Ochtruper vor Ort gehalten werden“, statt sie nach Enschede oder zum Hafen nach Münster ziehen zu lassen. „Wir reden viel mit unseren Gästen darüber“, berichtet Michaela Ammertmann. „Das Feedback ist grundsätzlich positiv.“ Auch Fremde, die zum Beispiel vom DOC in Richtung Innenstadt kommen, könnte eine ansprechende, facettenreiche Gastronomie anziehen, hoffen die Wirte. Zudem sollen die neuen Außensitzplätze Veranstaltungen wie „Och­trup macht fit“ oder den Pottbäckermarkt bereichern.

Gibt es grünes Licht für das Vorhaben, könnten die Pergolen womöglich schon zum nächsten Frühjahr von der Ochtruper Firma Wieling installiert werden. Erste Entwürfe des Unternehmens Markilux liegen bereits vor. Und vielleicht lockt dann schon bald der warme Punsch bei noch kühlen Temperaturen an der frischen Luft . . .

So könnte der Außenbereich von „Dal Compare“ künftig daherkommen.

So könnte der Außenbereich von „Dal Compare“ künftig daherkommen.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5966469?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
AfD tagt gleich zweimal im Rathaus
So sah es im vergangenen Jahr aus: Während die AfD am 10. Februar 2017 im Rathaus Münster ihren Neujahrsempfang mit Frauke Petry feierte, protestierten draußen auf dem Prinzipalmarkt nach offiziellen Schätzungen mehr als 8000 Menschen gegen die Partei.
Nachrichten-Ticker