Betriebsausschuss der Stadtwerke
Mehr Wasser für die Töpferstadt

Ochtrup -

Ein richtige Sitzung war das jüngste Zusammentreffen des Betriebsausschusses der Ochtruper Stadtwerke eigentlich nicht. Die Mitglieder des Gremiums trafen sich am Wasserwerk in Offlum. Auf der Tagesordnung stand im öffentlichen Teil der Bericht von Betriebsleiter Robert Ohlemüller. Dieser fasste kurz die Ereignisse seit der vorangegangenen Sitzung zusammen.

Sonntag, 02.09.2018, 13:23 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.08.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 02.09.2018, 13:23 Uhr
In Versickerungsmulden wie dieser wird das Wasser aus der Grundwasseranreicherung an der Vechte gepumpt. Der Betriebsausschuss der Stadtwerke tagte jüngst am Wasserwerk in Offlum und nahm die Becken in Augenschein (kl. Bild).
In Versickerungsmulden wie dieser wird das Wasser aus der Grundwasseranreicherung an der Vechte gepumpt. Der Betriebsausschuss der Stadtwerke tagte jüngst am Wasserwerk in Offlum und nahm die Becken in Augenschein (kl. Bild). Foto: Anne Steven

An dieser Stelle kam auch der Ort des Treffens zur Sprache, denn „hier hat sich viel getan“, berichtet Ohlemüller . Anders als in den Nachbarkommunen ist nämlich der Wasserverbrauch in der Töpferstadt gestiegen. Und das hat nichts mit dem ungewöhnlich heißen Sommer zu tun. Och­trup wächst schlicht und ergreifend. Und die Stadt wird das auch in Zukunft tun, weshalb die Stadtwerke reagiert haben.

Statt bislang 1,2 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr zu fördern, dürfen für Ochtrup mittlerweile 1,45 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen werden. Ein Grund für die Bezirksregierung dies zu genehmigen: die Grundwasseranreicherung an der Vechte. Denn diese garantiert seit 2015 eine durchgehende Anreicherung – auch in den Sommermonaten. „Das war vorher nicht möglich“, betonte Ohlemüller. Allein auf diesem Wege gelangen 400 000 Kubikmeter Wasser in die Brunnen des Wasserwerks in Offlum „Wir könnten noch mehr, aber wir brauchen nicht mehr und schalten deshalb ab“, so Ohlemüller weiter.

Das Wasser wird zu einem großen Becken nahe des Wasserwerks gepumpt und „steht dort erst einmal 22 Stunden“, wie Stadtwerke-Mitarbeiter Stefan Gehring bei einem sich anschließenden Rundgang erklärte. So könnten Sedimente wie Sand absinken.

Dann fließt das Wasser in die sogenannten Versickerungsmulden. Ab diesem Punkt dauert es etwa 50 Tage bis das kühle Nass in die Brunnen gelangt, so Gehring. Besagte Mulden wurden im Frühjahr ausgekoffert und die Böschung mit sogenannten Erosionsschutzmatten gesichert. Diese enthalten zudem Grassamen. „Viel zu sehen ist davon noch nicht. Das hängt natürlich mit der Trockenheit zusammen“, wusste Gehring Matthias Dankbar und Michael Füll zu berichten, die als einzige Ausschussmitglieder – abgesehen vom kaufmännischen Leiter der Stadtwerke, Günter Verboom, – den Rundgang mitmachten. Zurück am Wasserwerk trafen sie aber wieder auf die anderen Politiker, die bereits zum gemütlichen Teil dieses Abends übergangen waren.

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