SPD-Zukunftswerkstatt: Bezahlbarer Wohnraum
„Der Bedarf ist überall vorhanden“

Ochtrup -

Bezahlbares Wohnen und Quartiermanagement standen am Dienstagabend im Fokus der SPD-Zukunftswerkstatt. Als Gast hatten die Ochtruper Sozialdemokraten die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp eingeladen.

Donnerstag, 06.09.2018, 10:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 10:00 Uhr
Die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (M.) war in der Zukunftswerkstatt Gast der Ochtruper SPD – hier mit Fraktions-Chef Vincent ten Voorde und der Ortsvereinsvorsitzenden Sarah Lahrkamp.
Die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (M.) war in der Zukunftswerkstatt Gast der Ochtruper SPD – hier mit Fraktions-Chef Vincent ten Voorde und der Ortsvereinsvorsitzenden Sarah Lahrkamp. Foto: Jürgen Ultee

„Die Herausforderungen und Probleme sind in jeder Region und Stadt verschieden, aber der Bedarf ist überall vorhanden“, fasste Referentin und SPD-Landtagsabgeordnete Sarah Philipp aus Duisburg die Diskussion laut einem Pressebericht der Ochtruper Sozialdemokraten zusammen.

„Die etwa 30 Gäste der öffentlichen Veranstaltung in Langenhorst erlebten eine sachkundige Landespolitikerin und eine gute, inhaltliche Diskussion“, heißt es in dem Bericht weiter. In seiner Begrüßung sei SPD-Fraktionsvorsitzender Vincent ten Voorde auf die Initiative seiner Fraktion eingegangen, in Ochtrup ein Mehrgenerationenquartier bauen zu wollen. Dort sollen auch Sozialwohnungen einen Platz finden. „Wir müssen darüber nachdenken, wie private und öffentliche Hand hier zusammenarbeiten können“, wird ten Voorde in dem Bericht zitiert. Der Wohnungsmarkt in Ochtrup dürfe nicht nur privaten Investoren überlassen werde – auch wenn die Freude über das Interesse der Investoren groß sei.

Anschließend hatte Philipp, die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion ist, das Wort. Sie berichtete darüber, dass bezahlbares Wohnen eines der wichtigsten Themen der laufenden Wahlperiode für die SPD im Landtag sei. Die schwarz-gelbe Landesregierung sei zwar derzeit „viel im Bereich Heimat unterwegs“, zeige aber wenig Initiativen bei den Themen Wohnen und Mobilität. Auch die von der Landesregierung initiierte Eigentumsförderung sieht sie laut Pressebericht derzeit kritisch. „Kann ich so eine Förderung vertreten, wenn es auf den sozialen Wohnungsmarkt brennt?“, fragte sie.

Ihre Anregung: eine Bedarfsanalyse erstellen. So könne zunächst für mehrere Jahre den Bedarf ermittelt werden. In dem Zusammenhang erinnerte ten Voorde daran, dass die SPD-Fraktion bereits vor zwei Jahren eine solche Analyse, im Rahmen eines Wohnraumkonzeptes, beantragt habe. Dies sei an Widerstand der Fraktionen von CDU und FWO gescheitert. „Wir werden das Thema nochmal angehen“, wird ten Voorde in dem Pressebericht zitiert.

Beim Thema Quartiersmanagement lobte Philipp den Vorstoß der Ochtruper SPD, ein Mehrgenerationenhaus errichten zu wollen. Dies sei in ländlichen Regionen genau der richtige Weg. „Philipp versprach Unterstützung und regte einen Ausflug zu bereits umgesetzten Projekten an“, schreibt die SPD. In der sich anschließenden Diskussion hätten die Anwesenden noch viele Fragen gehabt, die Philipp beantwortete. Sie habe zudem versprochen, die Anliegen mit nach Düsseldorf zu nehmen und sich mit ihren Kollegen der Landtagsfraktion darum zu kümmern.

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