Bauvorhaben Ecke Weilautstraße/Schillerstraße
Zahl der Wohneinheiten bleibt offen

Ochtrup -

Das Ergebnis der Abstimmung am Mittwochabend im Bauausschuss war irgendwie vorhersehbar. Erneut befasste sich das Gremium mit dem Bauvorhaben eines Investors an der Ecke Weilautstraße/Schillerstraße.

Freitag, 14.09.2018, 09:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 09:00 Uhr
Die Wohneinheiten im Bebauungsplan Nummer 47 sollen nicht begrenzt werden. Das hat der Bauausschuss am Mittwochabend beschlossen.
Die Wohneinheiten im Bebauungsplan Nummer 47 sollen nicht begrenzt werden. Das hat der Bauausschuss am Mittwochabend beschlossen. Foto: Anne Steven

Die Entscheidung der Politiker: Baugrenzen, die Anzahl der Geschosse, Grund- und Geschossflächenzahlen, Dachformen sowie Trauf- und Fristhöhen werden im Bebauungsplan festgesetzt, nicht aber die Anzahl der Wohneinheiten.

Schon in der Sitzung Ende Juni hatte sich dieses Ergebnis abgezeichnet. Damals sprachen sich die Fraktionen von CDU und SPD gegen das Ansinnen von FDP und Freien Wählern aus, dem Wunsch der Anlieger nachzukommen und die Wohneinheiten auf den Grundstücken zu begrenzen. In der anschließenden Abstimmung enthielten sich Christ- und Sozialdemokraten dann jedoch. Somit arbeitete die Verwaltung zur Sitzung am Mittwochabend eine tabellarische Übersicht aus, in der aufgeführt war, wie sich die Anzahl der Wohneinheiten bezogen auf unterschiedliche Grundstücksgrößen verändert.

Ausgehend vom Bestand berechneten die städtischen Mitarbeiter pro 130 Quadratmeter Grundstücksfläche eine Wohneinheit. Auf dem zur Diskussion stehenden Grundstück könnten damit nur noch neun Wohnungen entstehen.

Doch die Kommune hat Bedenken: Die Festsetzung eines solchen Berechnungsschlüssels könnte wegweisend für andere – insbesondere für die angrenzenden, nicht beplanten – Bereiche sein. Dort mit anderen Berechnungsschlüsseln zu arbeiten, sei städtebaulich nicht begründbar, so Bauamtsleiterin Karin Korten. Deshalb sprach sich die Verwaltung dafür aus, die Wohneinheiten nicht festzusetzen.

SPD und CDU wollten dem – wie angekündigt – folgen. Freie Wähler und FDP legten sich hingegen noch einmal vehement für ihren Vorschlag ins Zeug. Martin Grave (FWO) erinnerte sichtlich aufgebracht daran, dass die Entscheidung nicht nur für dieses eine Objekt, sondern für einen ganzen Bereich getroffen werde.

„Wir verändern ja etwas, aber maßvoll“, reagierte die FWO-Fraktionsvorsitzende Claudia Freemann auf den Vorwurf von Martin Wilke (SPD), gar nichts verändern zu wollen. „Es sind fünf Wohnungen weniger. Das kann doch nicht kriegsentscheidend sein“, meinte Fremann.

Sie und Hermann Holtmann (FDP) führten in diesem Zusammenhang und mit Blick auf die an der Ecke Weilaut-/Schillerstraße vor allem morgens sehr unübersichtliche Verkehrssituation die geplante neue Stellplatzsatzung ins Feld. Auf diese sollte man warten, ehe eine Entscheidung getroffen werde, erklärte Holtmann.

Doch der Vorschlag fand ebenso wenig eine Mehrheit wie die Festsetzung der Wohneinheiten. Die Mitglieder des Bauausschusses votierten schließlich mit elf Ja- und fünf Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen für den Vorschlag der Verwaltung.

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Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat der Rat der Stadt Ochtrup. Er tagt am Donnerstag (20. September) ab 18.30 Uhr in der Gaststätte „Happens Hof“.

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