Abschluss der Interkulturellen Woche
Viele Finger lassen Trommeln donnern

Ochtrup -

Immer wieder Regen: Hatte es zum Fest der Kulturen am vergangenen Wochenende noch sprichwörtlich Katzen und Hunde vom Himmel geschüttet, so waren es am gestrigen Sonntag zum Glück nur Hunderte Fingerspitzen, die bei strahlendem Sonnenschein zumindest das Geräusch des Regenprasselns wiedergaben. Mit einem beeindruckenden Trommelkonzert der Vorschulkinder im Zeichen der Vielfalt endete die diesjährige Interkulturelle Woche auf dem Platz vor der St. Lamberti-Kirche.

Montag, 01.10.2018, 09:38 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 09:38 Uhr
Zuerst wehte ein „laues Lüftchen“, dann fielen die ersten „Regentropfen“: Unter Anleitung von Andreas Hermjakob spielten die Mädchen und Jungen auf dem Trommeln „Wettergott“.
Zuerst wehte ein „laues Lüftchen“, dann fielen die ersten „Regentropfen“: Unter Anleitung von Andreas Hermjakob spielten die Mädchen und Jungen auf dem Trommeln „Wettergott“. Foto: Sabine Sitte

Zuerst wehte „ein laues Lüftchen“: sanft strichen die Hände über die Schlagflächen der Trommeln; kurz darauf „fielen die ersten Regentropfen“ und sachte tippten die Fingerkuppeln auf das gespannte Trommelfell. Die jungen Musiker folgten begeistert den Anweisungen ihres Anführers Andreas Hermjakob . Der Leiter der hiesigen Musikschule war heute Wettergott und ließ es mit Hilfe der Kinder innerhalb von Minuten gewaltig hageln und donnern: euphorisch trommelte das Nachwuchsensemble auf Bongos, Cajons, Congas und Djembés herum. Eine Woche hat Andreas Hermjakob mit den fünf- und sechsjährigen Jungen und Mädchen der Kindergärten, der DRK-Familienzentren und der Elterninitiative Kinderkiste geprobt. „Mit ganz viel Spaß“ seien die etwa 80 Kinder beim Musizieren dabei gewesen, „denn nur mit viel Freude kann man so was lernen“, so der Musikpädagoge. Und so trommelten sich an diesem Sonntagnachmittag Kinder samt Eltern mit dem freien Rhythmus nach Ta-ka-tu und reisten alle gemeinsam mit dem Lied des Trommelkönigs in das Land Kalimbo.

Auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub fand zwischen dem Gottesdienst und dem Trommelkonzert noch lobende Worte zum Abschluss der Veranstaltungswoche: „Ob ein humoristischer Abend oder ein interessanter ‚Talk im Turm’ – viele Menschen haben mitgeholfen, diese Woche zu gestalten.“ Denn, wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte machten, würden sie das Gesicht der Welt verändern, zitierte er ein afrikanisches Sprichwort.

„Und ihr habt im Trommelworkshop mit vielen Nationalitäten und aus vielen Kulturen dabei mitgemacht“, lobte Hutzenlaub die kleinen Trommler.

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