Stadt bittet um Sorgfalt
Keine Plastiktüte in die Biotonne

Ochtrup -

Kürzlich wurden die Biotonnen kontrolliert – und die Ochtruper haben nicht gut abgeschnitten. Die Stadt weist nun auf den sorgsamen Umgang mit Abfällen hin.

Dienstag, 02.10.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 08:00 Uhr
Um sorgsamen Umgang mit Hausabfällen bittet die Stadt Ochtrup alle Bürger. In die Biotonne sollte nur das kommen, was auch hineingehört.
Um sorgsamen Umgang mit Hausabfällen bittet die Stadt Ochtrup alle Bürger. In die Biotonne sollte nur das kommen, was auch hineingehört. Foto: Katrin Kuhn

In den Biotonnen der Ochtruper landen häufig Abfälle, die dort gar nicht hinein gehören. Warum das schlecht ist, erklärt die Stadt Ochtrup in einer Pressemitteilung. „Einer der wichtigsten Beiträge eines jeden Bürgers zum Natur- und Klimaschutz ist der sorgfältige Umgang mit Hausabfällen“, heißt es darin. „Die meisten Abfälle sind nützliche Wertstoffe. Aus sortenreinen Bioabfällen lassen sich qualitativ hochwertige Komposte und Gärprodukte erzeugen. Theoretisch könnten mineralische Dünger durch Kompost ersetzt und klimafreundliches Biogas produziert werden.“

Doch die Praxis sehe anders aus: Die im Juni kreisweit durchgeführte Sortieranalyse durch die EGST (EntsorgungsGmbH Steinfurt) habe ergeben, dass sogenannte Störstoffe in den Tonnen die Qualität des Biomülls zum Teil erheblich belasten. Dazu zählen unverrottbare Materialien wie Plastik, Glas oder Aluminium. Je größer die Verunreinigung des Biomülls, desto höher sei der energetische, technische und finanzielle Aufwand zur Fremdstofftrennung für den Entsorger. Diese Kosten würden auf den Bürger umgelegt. Das Ergebnis früherer Kontrollen zeige, dass die Stadt Ochtrup mit einem relativen Fehlwurfanteil von 9,9 Prozent im kreisweiten Vergleich sehr weit oben liege.

Kontrolle

Um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf das wichtige Thema zu lenken, zu informieren, zu sensibilisieren und in Zukunft unnötige Kosten für die Bürger zu vermeiden, wurden auch in Ochtrup die Biomülltonnen kürzlich durch eine externe Firma kontrolliert. „In anderen Städten und Kommunen erzielten die Biomüllkon­trollen bereits eindrucksvolle positive Ergebnisse“, schreibt die Stadt. Wurden bei den Kontrollen Fehlwürfe oder Störstoffe entdeckt, so markierten die Kontrolleure die Tonnen mit einem gelben Punkt.

Es sei nicht auszuschließen, dass eine Verunreinigung des Biomülls durch Dritte stattgefunden hat, während die Tonnen an der Straße auf die Leerung warteten. Bereits ein Bonbonpapier oder eine Zigarettenkippe führten zu einer Markierung der Tonne mit einem gelben Punkt. Zu den Störstoffen zählten auch Restabfälle, Verpackungen und sogar Schadstoffe wie Batterien, Spritzen und Tabletten. Für einen Großteil der Markierungen hätten jedoch Fehlbewürfe von biologisch nicht abbaubaren Plastiktüten gesorgt. „Die biologisch abbaubaren Stärketüten, die den konventionellen Plastiktüten zum Verwechseln ähnlich sehen, aber über den Biomüll entsorgt werden können, sind eindeutig mit dem Keimlingssymbol und mit der Europäischen Normnummer zum Nachweis der Kompostierbarkeit EN 13432 gekennzeichnet – im besten Fall auf jeder einzelnen Tüte“, wird die städtische Umweltbeauftragte, Gesine Hilgendorf, zitiert. Gleiches gelte für die im Handel erhältlichen Papiertüten. Es sei auch zulässig, Biomüll in Zeitungspapier einzuwickeln. Diese Variante sollte jedoch, im Hinblick auf die Druckerschwärze, mit Bedacht gewählt werden. Zweifelhafte Bioabfälle sollten jedoch stets über die Restmülltonne entsorgt werden.

Abfallplaner

Was nun konkret über die Biotonne entsorgt werden kann, ist dem Abfallplaner zu entnehmen, der auch auf der Homepage der Stadt zu finden ist.

Zunächst bleibt der gelbe Punkt ohne Konsequenzen, teilt die Stadt mit. Der Biomüll wird weiter planmäßig abgefahren. Wann und wie eine weitere Kontrollaktion durchgeführt wird, werden die Verantwortlichen der Stadt in der nächsten Zeit beraten.  

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