Ausbau der Bahnhofstraße
Konkrete Pläne sollen her

Ochtrup -

Über den geplanten Ausbau der südlichen Fußgängerzone hat der Ausschuss für Planen und Bauen erneut kontrovers diskutiert. Am Ende kamen die Kommunalpolitiker allerdings zu einem einmütigen Votum.

Donnerstag, 11.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 06:00 Uhr
Über den geplanten Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Pottbäckerplatz und Professor-Gärtner-Straße diskutierten die Kommunalpolitiker kontrovers.
Über den geplanten Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Pottbäckerplatz und Professor-Gärtner-Straße diskutierten die Kommunalpolitiker kontrovers. Foto: Anne Spill

Sicherheitspoller an der Bahnhofstraße sind völlig übertrieben – das war der Tenor, als es am Dienstagabend im Ausschuss für Planen und Bauen um den Ausbau der Fußgängerzone zwischen Pottbäckerplatz und Professor-Gärtner-Straße im kommenden Jahr ging. Auch wenn die Baumaßnahme in der letzten Ausschusssitzung bereits ausführlich zur Sprache kam, so war der Redebedarf der Kommunalpolitiker erneut ungetrübt.

Es sei unsinnig, in eine solche Maßnahme – die Sicherheitspoller – 200 000 Euro zu investieren, meinte Hermann Holtmann (FDP). Hajo Steffers (CDU) stellte angesichts der aktuellen Baustellenvielfalt in Ochtrup nicht nur die Poller, sondern die komplette Baumaßnahme zu einem jetzigen Zeitpunkt in Frage. Das Dilemma wie an den Baustellen Lambertikirche und Nienborger Damm dürfe sich nicht wiederholen, und eine entsprechende Fehleranalyse liege noch nicht vor, gab er zu bedenken. Außerdem fürchtet er angesichts der gegenwärtigen Baustellensituation in Ochtrup Probleme mit den Zufahrten zu den anliegenden Einzelhändlern sowie wirtschaftliche Einbrüche.

„Wir sollten an dem Ziel eines möglichst zügigen Ausbaus festhalten“, forderte indes Martin Wilke ( SPD). Martin Grave (FWO) blies ins gleiche Horn: „Wir sollten mit dem Planungsprozess starten.“ Werner Kempers (SPD) sah ebenfalls keine Probleme, in die Planung einzusteigen und entsprechende Fördermittel in Anspruch zu nehmen. „Man sollte nicht immer die Fördermittelgeilheit in den Vordergrund stellen. Davon würde ich so ein Projekt nicht abhängig machen“, hielt Steffers ihm entgegen. Hermann Holtmanns Frage, ob die Fördermittel im Falle eines Ausbaus zu einem späteren Zeitpunkt verpuffen würden, konnte man seitens der Verwaltung noch nicht beantworten.

Wäre es denn überhaupt im Sinne der Anlieger, in 2019 mit dem Ausbau zu beginnen? Die VWO hatte dazu eine Meinungsumfrage gestartet, die den Ausschussmitgliedern in der Sitzung vorlag. Zehn der anliegenden Einzelhändler hatten sich für eine zeitnahe Maßnahme und drei dagegen ausgesprochen.

Gespräche mit den Anwohnern werde es seitens der Verwaltung natürlich noch geben, erklärte die Erste Beigeordnete Birgit Stening. Doch ohne konkrete Pläne sei das schwierig. Sie empfahl daher, ein Planungsbüro zu beauftragen und diese Pläne als Grundlage für diese Gespräche zu nehmen. „Die Bürger möchten wissen, wie der Ausbau einmal aussieht. Deshalb müssen wir anfangen zu planen. Und dafür brauchen wir einen Beschluss“, appellierte auch Kämmerer Roland Frenkert an die Kritiker.

Nach intensiver, zum Teil kontroverser Diskussion der geplanten Ausbaumaßnahme beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, die Vergabe der Planungen vorzubereiten, sich dabei mit Blick auf den Baubeginn aber auf keine Jahreszahl festzulegen und auf Sicherheitspoller zu verzichten.

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