Wohnen am Dränkekreisel
Neue Planung im Fokus

Ochtrup -

Das Meinungskarussell nahm Fahrt auf bei den Mitgliedern des Ausschusses für Planen und Bauen, als die Neubaumaßnahmen im Bereich Dränke/Bültstraße auf den Tisch kamen. Wie berichtet, soll am Dränkekreisel ein Wohnbauprojekt entstehen, für das eine veränderte Planung vorliegt. Und die stand noch einmal im Fokus.

Freitag, 12.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 06:00 Uhr
Das Areal am Dränkekreisel.
Das Areal am Dränkekreisel. Foto: Marion Fenner

„Wir haben das Gebäude so verschoben, dass im Gehwegbereich genügend Breite bleibt“, teilte Bauamtsleiterin Karin Korten mit. 3,10 Meter sei jetzt der Gehweg zur Dränke hin an seiner schmalsten Stelle. Das vorgeschriebene Minimum liege bei zwei Metern.

Außerdem plant ein Investor, an der Bültstraße neben der Gaststätte Bücker eine Immobilie mit 27 Wohnungen zu errichten. Die Entwürfe stellte Korten den Ausschussmitgliedern vor. Der Gebäudekomplex, sagte Korten in der Ausschusssitzung, sei eine gelungene Interpretation der historischen Altstadt.

Das Areal in den angesprochenen Bereichen als Wohnbaufläche auszuweisen, sah Vincent ten Voorde ( SPD) kritisch. Sein Parteikollege Johannes Moggert stimmte ihm zu. „Wir wollen die Leute doch in die Innenstadt lotsen. Wie soll das denn funktionieren, wenn dort Wohnraum entsteht?“, fragte er mit Blick auf den Dränkekreisel als angedachte Verbindung zwischen DOC und Innenstadt.

„Natürlich hätten wir uns an der Stelle auch Einzelhandel gewünscht. Aber das scheint nicht zu funktionieren“, meinte Andreas Volkery ( CDU). Hajo Steffers, CDU-Fraktionschef, bezeichnete es als „Fantastereien“, dort einen Einzelhandel anzustreben. „Wir müssen erst einmal sehen, dass wir die Leerstände an der Weinerstraße füllen“, gab er zu bedenken. Auch Martin Grave war der Meinung, dass der Markt keinen Einzelhandel in diesem Bereich hergebe.

Hermann Holtmann (FDP) regte an, Informationen zu möglichen Auswirkungen der anliegenden Gastronomie auf die Wohnqualität einzuholen. Außerdem forderte er, die First- und Traufenhöhe der geplanten Bauprojekte konkret festzulegen. „Das erweist sich in dem Bereich wegen des unterschiedlichen Gefälles als äußerst schwierig“, gab Bauleitplanerin Angelika Kurz zu bedenken. Dem stimmte auch Josef Eiling von den Christdemokraten zu.

13 Ausschussmitglieder votierten am Ende für den Vorschlag der Verwaltung, die Planungen erneut öffentlich auszulegen. Dem standen vier Gegenstimmen aus der SPD und eine Nein-Stimme aus den Reihen der FDP gegenüber.

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