Wildblumenwiese in Langenhorst
Mit Sense und vereinten Kräften

Ochtrup -

Von Hand mähten einige Männer aus Langenhorst am Mittwochmorgen die städtische Wildblumenwiese zwischen Johanneshaus und Vechte.

Mittwoch, 07.11.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.2018, 06:00 Uhr
Mit der Sense bringen die Männer die verblühten Blumen und Gräser zu Fall, die Harken nutzen sie, um das Laub am Wiesenrand zu entfernen.
Mit der Sense bringen die Männer die verblühten Blumen und Gräser zu Fall, die Harken nutzen sie, um das Laub am Wiesenrand zu entfernen. Foto: Irmgard Tappe

Wer im Sommer an der Wildblumenwiese zwischen Vechte und Johanneshaus in Langenhorst entlang spazierte, dem wird das Surren zwischen den bunten Blüten wohl kaum entgangen sein. Die Stadt hatte hier ein Schlaraffenland für unzählige Insekten geschaffen. Nun aber hat der Herbst Einzug gehalten. Die Blumen sind verblüht, und einige engagierte Männer aus dem Ort sind an diesem sonnigen Novembermorgen damit beschäftigt, die Wiese auf den Winter vorzubereiten.

Hermann Herding hatte die Aktion ins Rollen gebracht. Er hatte sich im Vorfeld mit der Pflege von Wildblumenwiesen beschäftigt und erfahren, dass Wildblumenwiesen schonend per Hand geschnitten werden müssen, damit die Blumen im nächsten Frühjahr wieder blühen. Also entschied man sich für die Sense.

Alfons Schulte-Sutrum hatte ein solches Exemplar noch in seinem Schuppen stehen. „Zuerst musste ich die Sense wohl schärfen. Das Ding wurde ja jahrelang nicht mehr benutzt“, stellt der Langenhorster fest und wetzt mit einem speziellen Schleifstab die Klinge des fast in Vergessenheit geratenen Mähwerkzeugs.

Dann legt der 78-Jährige los. Gleichmäßig bewegt er die Sensenklinge von rechts nach links. Gelernt ist gelernt: Er sei schließlich auf dem Bauernhof aufgewachsen und schon als Jugendlicher mit derartigen Geräten vertraut gewesen, erzählt er, ohne seine Arbeit zu unterbrechen. „Man darf beim Mähen nie mit der Spitze der Klinge in den Boden stoßen. Deshalb ist der richtige Griff entscheidend“, beschreibt er die Technik des Verfahrens. Schnitt um Schnitt bringt er die verblühten Wildblumen und Gräser auf dem Areal zu Fall. Auch Heinrich Evers und Wilfried Schwering wissen, wie man mit einer Sense umgeht. Mit vereinten Kräften bearbeiten sie die Wiesenfläche.

„Bei diesem schönen Wetter und den Prognosen für die nächsten Tage sollten wir das Mähgut ein paar Tage trocknen lassen, damit es ausheuen kann“, schlägt Heinrich Evers nach getaner Arbeit vor. Also benutzen die Männer ihre Harken an diesem Morgen nur, um das Laub am Wiesenrand zusammenzuharken. Und sind gespannt, ob im nächsten Frühjahr die Wiese zu neuem Leben erwacht.

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