Betriebsausschuss der Stadtwerke
Strom und Gas werden teurer – und das Essen kalt

Ochtrup -

Strom und Gas werden bei den Stadtwerken Ochtrup zum 1. Januar 2019 teurer. Das hat am Montagabend der Betriebsausschuss der Stadtwerke beschlossen.

Mittwoch, 07.11.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.2018, 07:00 Uhr
Die Preise für Gas steigen zum 1.Januar 2019 deutlich an und auch beim Strom müssen die Kunden der Stadtwerke künftig mehr bezahlen.
Die Preise für Gas steigen zum 1.Januar 2019 deutlich an und auch beim Strom müssen die Kunden der Stadtwerke künftig mehr bezahlen. Foto: Anne Steven

Betriebsleiter Robert Ohlemüller führte als Begründung an, dass die Beschaffungspreise für Strom und Gas im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen seien.

Zum 1. Januar müssen Kunden mit einem jährlichen Gasverbrauch von 35 000 Kilowattstunden künftig 326,13 Euro (monatlich 27,18 Euro) drauflegen. Ein sattes Plus von mehr als 15 Prozent. Die Begründung für die Preiserhöhung: Neben den Beschaffungskosten sind zum Teil auch die Umlagen und Abgaben gestiegen. „Im Jahr 2013 hatten wir übrigens den gleichen Preis wie heute“, blickte der Ausschussvorsitzende Ferdi Bäumer auf die Preisentwicklung der vergangenen Jahre.

Auch der Strom wird teurer. Die Stadtwerke müssen unter anderem mehr Geld für die Netznutzung sowie Umlagen und Abgaben ausgeben. „Die Energiewende rappelt uns da voll rein. Die kostet richtig Kohle“, formulierte Ohlemüller flapsig.

Das Ergebnis: Verbraucher zahlen statt 5,03 Cent pro Kilowattstunde Strom in 2018 ab dem kommenden Jahr 5,717 Cent. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von etwa 3500 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet das Mehrkosten in Höhe von jährlich 56,77 Euro (brutto) beziehungsweise monatlich 4,73 Euro.

Und damit war die Sitzungsagenda auch schon am Ende angelangt. Unter dem Punkt Verschiedenes wollte Michael Füll (Grüne) nur noch wissen, warum die ermäßigten Freibad-Saisonkarten für Schüler und Studenten eine Altersbegrenzung haben. Sie gelten nur bis zum 25. Lebensjahr.

Die barsche Antwort lieferte der Sachkundige Bürger Matthias Reckels: „Wir wollen keine Studenten unterstützen, die einfach nicht fertig werden.“ Fülls Nachhaken, dass es doch auch Menschen gebe, die zunächst eine Ausbildung gemacht und deshalb erst spät mit dem Studium begonnen hätten, und die Frage, was denn mit diesen sei, war dann aber offensichtlich unerwünscht. Der Kommunalpolitiker wurde vom Ausschussvorsitzenden mehrfach darauf hingewiesen, dass das für den Ausschuss bestellte Essen kalt werde, wenn man über sein Anliegen diskutiere.

Und da offenbar sonst niemand im Gremium Lust auf dieses Thema hatte – Michael Füll wartete immer noch auf eine Antwort –, schlugen Sebastian Scho (CDU) und Claudia Fremann (FWO) dem Grünen-Politiker vor, sein Anliegen doch noch schriftlich in einem Antrag zu formulieren. Und dann ging es – mit einem Umweg über den nichtöffentlichen Sitzungsteil – zum Essen.

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