17. Ochtruper Wirtschaftsfrühstück
Von Ventilatoren und Laufrädern

Ochtrup -

Ventilatoren für Skoda, Laufräder für Audi, Kühlzonenaggregate für Volvo. Die Kundennamen der Dürr Systems AG sind ebensolche Global Player wie der Konzern selbst. Die 17. Auflage des Ochtruper Wirtschaftsfrühstücks machte Donnerstag am Standort an der Schützenstraße Station.

Freitag, 09.11.2018, 09:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 09:00 Uhr
Werksleiter Peter Naepfel führt die Teilnehmer des Wirtschaftsfrühstücks durch die Fertigungshallen der Firma Dürr.
Werksleiter Peter Naepfel führt die Teilnehmer des Wirtschaftsfrühstücks durch die Fertigungshallen der Firma Dürr. Foto: Anne Steven

Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Kai Hutzenlaub, bevor Werksleiter Peter Naepfel die Teilnehmer der Veranstaltung, die die Wirtschaftsförderung der Stadt Ochtrup in Kooperation mit der Verbund-Sparkasse Emsdetten/Ochtrup auf die Beine stellt, zu einem Rundgang durch die Fertigungshallen mitnahm.

Der Dürr-Konzern ist weltweit in verschiedenen Industrien aktiv. Insgesamt werden etwa 15 000 Mitarbeiter an 92 Standorten in 31 Ländern beschäftigt. In Ochtrup ist das Unternehmen seit 1976 ansässig. Damals übernahm Dürr die Firma Hager und Weidmann. In den Jahren darauf folgten mehrere Erweiterungen. Aktuell arbeiten am Standort Ochtrup 80 Mitarbeiter, die Fertigungsfläche erstreckt sich auf 9000 und die externe Lagerfläche auf 12 000 Quadratmeter. „Und da ist noch Erweiterungspotenzial“, machte Peter Naepfel deutlich.

Bevor die Teilnehmer des Wirtschaftsfrühstücks zu einem Rundgang durch das Unternehmen aufbrachen, stärkten sie sich.

Bevor die Teilnehmer des Wirtschaftsfrühstücks zu einem Rundgang durch das Unternehmen aufbrachen, stärkten sie sich. Foto: Anne Steven

An der Schützenstraße werden unter anderem Komponenten für Lackieranlagen in der Automobilindustrie gefertigt. Dazu gehören zum Beispiel Ventilatoren und große Laufräder. Zwar arbeiten immer noch zahlreiche Mitarbeiter in den Fertigungshallen, doch längst gehören auch Laseranlagen und Auswuchtmaschinen zum Alltag. „Eine Laserschweißanlage wie diese hier steht zum Beispiel auch in der Meyer-Werft“, berichtete Mitarbeiter Michael Dierker den Teilnehmern beim Rundgang. Und die staunten nicht schlecht. Zwölf Meter lange Bleche werden in dem Automaten präzise bearbeitet. Und Präzision ist gefragt, schließlich darf beim Lackieren der neuen Autokarosserien nirgendwo Schmutz oder andere Fremdkörper an den Lack gelangen. Und beim anschließenden Trocknen müssen die Temperaturen stimmen. „Wenn da mal ein Ventilator ausfällt und die Temperaturen nur minimal abweichen, muss der Prozess gestoppt werden“, erklärte Peter Naepfel, warum seine Kunden zum Beispiel Prozessluftventilatoren immer im Stand-by-Betrieb, also auf Vorrat, haben. „Damit die schnell gewechselt werden können.“

Der Dürr-Konzern ist ein Global Player. Ein Comic an der Wand verdeutlicht die weltweiten Zusammenhänge des Standorts in Ochtrup.

Der Dürr-Konzern ist ein Global Player. Ein Comic an der Wand verdeutlicht die weltweiten Zusammenhänge des Standorts in Ochtrup. Foto: Anne Steven

Und natürlich muss der defekte Ventilator wieder repariert werden. Das übernehmen ebenfalls die Mitarbeiter von Dürr. Genauso wie Umbauten an den verschiedenen Lackieranlagen und Trocknern. „Man muss sich vorstellen: Jedes Mal, wenn ein neues Auto rauskommt, müssen die Anlagen umgebaut werden“, erklärte Michael Dierker und verwies zum Beispiel auf die großen SUV, die seit einigen Jahren in Mode sind. Sie bringen deutlich mehr Gewicht mit und sind viel größer als ihre Vorgänger. Da muss die Lackieranlage entsprechend angepasst werden. Wann das geschieht? Wenn andere Urlaub machen. „Hauptsächlich in den Sommerferien und rund um Weihnachten“, kennt Michael Dierker die Hochsaison bei Dürr.

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