Trauer um Martin Wilke
„Ein herausragender Kommunalpolitiker“

Ochtrup -

Viele Jahre hat er sich für die Stadt Ochtrup engagiert – zuletzt auch als zweiter stellvertretender Bürgermeister: Im Alter von 63 Jahren ist Martin Wilke am Donnerstagabend gestorben.

Freitag, 09.11.2018, 19:12 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 19:12 Uhr
Martin Wilke hat sich seit den 80er-Jahren in der Ochtruper Politik engagiert. Elf Jahre führte er die SPD-Ratsfraktion an.
Martin Wilke hat sich seit den 80er-Jahren in der Ochtruper Politik engagiert. Elf Jahre führte er die SPD-Ratsfraktion an. Foto: Hermann Willers

Geboren wurde Martin Wilke am 10. Mai 1955. Er studierte in Münster Geografie und Geschichte und schloss sich der Juso-Hochschulgruppe an. 1976 trat er in die SPD ein.

Seit 1980 lebte und arbeitete Martin Wilke in Och­trup. Er absolvierte in der Töpferei Eiling, dem Betrieb der Familie seiner Frau Lisa Eiling-Wilke, eine Keramiker-Lehre. Bis 1998 arbeitete er in diesem Beruf, dann wechselte er als Lagerist und Leiter Logistik zur Firma Anlagenbau Hagemann.

Parallel engagierte sich der Sozialdemokrat mit viel Freude in der Kommunalpolitik. Besonders die Nähe zum Bürger war es, die ihn nach eigener Aussage daran reizte. Ab 1989 wirkte Martin Wilke zunächst als Sachkundiger Bürger in der Ochtruper Politik mit. Von 1991 bis 2002 fungierte er als Vorsitzender des SPD-Ortsverbands. Auch lenkte er viele Jahre die Geschicke des Kreisverbands Steinfurt.

Im Oktober 1999 wurde Martin Wilke in den Stadtrat gewählt. Nachdem er bereits den stellvertretenden Fraktionsvorsitz übernommen hatte, bestimmten ihn die Ochtruper Sozialdemokraten 2005 zu ihrem Fraktionschef.

Fast elf Jahre lang füllte er dieses Amt mit viel Hingabe aus, bevor er im Juni 2016 auf eigenen Wunsch zurücktrat und die Aufgabe an seinen Nachfolger Vincent ten Voorde übergab. Dem Rat und den zentralen Ausschüssen blieb Martin Wilke jedoch erhalten. Im September 2017 wurde er zudem zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister von Ochtrup gewählt.

„Die SPD, insbesondere aber auch die Ochtruper SPD, hat Martin Wilke außerordentlich viel zu verdanken“, sagte Sarah Lahrkamp, Vorsitzende des Ortsvereins. „Mit Martin Wilke verlieren wir nicht nur einen großartigen Menschen, sondern auch einen herausragenden Kommunalpolitiker, der die Entwicklung Och­trups entscheidend mitgeprägt hat“, ergänzte Vincent ten Voorde. Diskussionen habe Wilke mit sehr großer Sachkenntnis, Umsicht und Geduld geführt, heißt es aus den Reihen der trauernden SPD weiter. Ihm sei es bei politischen Auseinandersetzungen immer nur um die Sache gegangen.

Auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub zeigte sich angesichts der Nachricht von Wilkes Tod bestürzt. Er habe ihn persönlich wie auch für sein politisches Wirken sehr geschätzt, sagte er im WN-Gespräch. „Martin Wilke war ein kommunalpolitisches Urgestein. Man konnte mit ihm gut und konstruktiv streiten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6178485?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Ein Herz für kleine und kranke Igel
Hilfe-Netzwerk im Münsterland: Ein Herz für kleine und kranke Igel
Nachrichten-Ticker