Timo Lobbel wird neuer Leiter der VHS
Spannende Inhalte vermitteln

Ochtrup -

Der langjährige Leiter der VHS für Ochtrup, Neuenkirchen, Wettringen und Metelen, Bernd Klävers, geht in den Ruhestand. Jetzt steht sein Nachfolger fest: Timo Lobbel bezieht am 1. April den Chef-Schreibtisch in der Villa Winkel. In einem Pressegespräch stellte sich der 40-Jährige aus Steinfurt vor.

Donnerstag, 22.11.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2018, 06:23 Uhr
Timo Lobbel (2.v.l.) leitet ab dem 1. April die VHS Ochtrup/Neuenkirchen/Wettringen/Metelen. Im Pressegespräch stellte er sich nun der Öffentlichkeit vor. Mit dabei (v.l.): Bürgermeister und Zweckverbandsvorsteher Kai Hutzenlaub, der scheidende Leiter Bernd Klävers und die stellvertretende Leiterin Dorothee Leußing.
Timo Lobbel (2.v.l.) leitet ab dem 1. April die VHS Ochtrup/Neuenkirchen/Wettringen/Metelen. Im Pressegespräch stellte er sich nun der Öffentlichkeit vor. Mit dabei (v.l.): Bürgermeister und Zweckverbandsvorsteher Kai Hutzenlaub, der scheidende Leiter Bernd Klävers und die stellvertretende Leiterin Dorothee Leußing. Foto: Anne Spill

Wie man ein Programm gestaltet, das weiß er schon. Auch Dozenten kennt Timo Lobbel bereits einige. Mit der einschlägigen Software kann der 40-Jährige ebenfalls umgehen. Keine Frage: Das große Feld der VHS ist für den künftigen Leiter der Bildungseinrichtung in Och­trup, Neuenkirchen, Wettringen und Metelen alles andere als Neuland.

Denn Timo Lobbel, der im Frühjahr die Nachfolge des in den Ruhestand gehenden Direktors Bernd Klävers antritt, kommt aus genau diesem Bereich: Seit acht Jahren arbeitet er für die VHS in Emsdetten, Greven und Saerbeck – zurzeit als Fachbereichs- und stellvertretender Leiter. Am 1. April bezieht er also den Chef-Schreibtisch in der Villa Winkel.

„Ich freue mich, dass hier gewachsene Strukturen vorhanden sind“, erklärte Timo Lobbel beim Pressegespräch in seinem künftigen Büro. „Die gute Arbeit von Bernd Klävers möchte ich fortführen und neue Akzente setzen.“ Hilfreich sei dabei der Umstand, dass die Volkshochschule in der Töpferstadt – mit vier beteiligten Kommunen – ganz ähnlich aufgestellt sei wie seine bisherige Wirkungsstätte.

Die Menschen brauchen auch künftig noch das Lernerlebnis in der Gemeinschaft.

Timo Lobbel

Die Geschicke einer VHS zu leiten, sei in diesen Zeiten eine besonders spannende Herausforderung, freut sich Timo Lobbel auf seine neue Aufgabe. „Durch die Digitalisierung ist vieles im Umbruch.“ Die Menschen könnten sich zwar inzwischen neue Dinge auch über Youtube oder sogenannte Webinare – also Online-Seminare – aneignen. „Aber sie brauchen auch künftig noch das Lernerlebnis in der Gemeinschaft“, ist sich der 40-Jährige sicher. Die VHS biete zudem die Möglichkeit, sich abseits von Facebook und Co. eine fundierte Meinung zu bilden – dank des Hintergrundwissens, das in dem Weiterbildungszentrum vermittelt werde.

Neben diesen zwei wichtigen Aufgaben nennt der designierte VHS-Leiter noch eine dritte: die Integration. Zwar hätten viele Zugewanderte mittlerweile einen Sprachkursus abgeschlossen, weswegen die Zahl der Deutsch-Seminare zurückginge. „Aber diese Menschen sind noch längst nicht alle auf dem qualifizierten Arbeitsmarkt angekommen.“ In diesem Zusammenhang seien Kooperationen mit Firmen ein wichtiges Standbein für die VHS, betont Lobbel.

Klar ist für den Steinfurter auch, dass in den künftigen Programmen der Bildungseinrichtung sowohl Altes als auch Neues seinen Platz finden soll: Die Handwerkstechnik des Klöppelns könnte ebenso ein Thema sein wie Virtual Reality. Dabei gelte es, die Marke VHS in den Köpfen zu positionieren. „Die Menschen sollen mit der VHS interessante und sinnvolle Lerninhalte verbinden“, sagt Lobbel. Die Dozenten spielten in dem Zusammenhang natürlich eine große Rolle. „Sie dürfen nicht nur dozieren, sondern müssen Begeisterung entfachen können.“

Für seine neue Aufgabe hat sich Lobbel also manches vorgenommen. Bernd Klävers ist davon überzeugt, dass er das prima machen wird: „Mit der Wahl von Herrn Lobbel hat die Verbandsversammlung die Leitungsriege gut aufgestellt“, sagte der baldige Ruheständler beim Pressegespräch. „Neue Ideen und insbesondere seine Erfahrungen in diesem Bereich werden dazu beitragen, dass die VHS vor Ort auch künftig ihrem Bildungsauftrag gerecht wird.“

Vita von Timo Lobbel

Timo Lobbel wurde in Nordhorn geboren. Nach dem Abitur ging er zunächst zur Bundeswehr und wurde Offizier der Luftwaffe. Dreizehneinhalb Jahre blieb er, studierte in dieser Zeit unter anderem Pädagogik mit einem Schwerpunkt auf der Erwachsenenbildung, arbeitete als Fluglotse und als Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Aus privaten Gründen verließ er dann die Bundeswehr und zog mit seiner Frau nach Steinfurt. Bei der VHS Emsdetten/Greven/Saerbeck wirkte der heute 40-Jährige zunächst als hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter. Nach und nach wuchs er in die Fachbereichs-/Verwaltungs- und stellvertretende Leitung der VHS hinein.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6207214?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker