Vorstoß von ISG und Heimatverein
Nachtigall als Visitenkarte

Ochtrup -

Die mannshohe Skulptur der Ochtruper Nachtigall soll, wenn es nach einer Initiative der ISG und des Heimatvereins geht, künftig den neuen Kreisverkehr zieren.

Mittwoch, 28.11.2018, 06:00 Uhr
Vertreter von ISG und Heimatverein wollen die Nachtigall auf dem neuen Kreisverkehr platzieren (v.l.): Bruno Kippelt, Norbert Bierbaum-Hillejan, Kornelia Viefhues, Manfred Schründer, Bernd Tombült, Norbert Viefhues und Heinz Fehren.
Vertreter von ISG und Heimatverein wollen die Nachtigall auf dem neuen Kreisverkehr platzieren (v.l.): Bruno Kippelt, Norbert Bierbaum-Hillejan, Kornelia Viefhues, Manfred Schründer, Bernd Tombült, Norbert Viefhues und Heinz Fehren. Foto: Anne Spill

Seit gut 15 Jahren thront sie auf ihrem Sockel am Valverde-del-Camino-Platz: die mannshohe, tonfarbene Nachtigall. Doch geht es nach dem Heimatverein und der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG), soll das Symbol der Ochtruper Töpferkunst nicht länger auf seinem angestammten Platz stehen.

„Wir möchten sie an einem prominenteren Ort platzieren“, berichtet Norbert Bierbaum-Hillejan bei einem Ortstermin an der Ecke Ost- und Südwall. Dort hat sich an diesem Nachmittag eine rührige Runde aus den beiden Organisationen eingefunden, die natürlich auch schon eine Idee hat, wohin die Nachtigall wandern soll: nämlich in die Mitte des Kreisverkehrs an der Stadthalle, der zurzeit gebaut wird.

„Das wird mit der wichtigste Platz im Ort, die Visitenkarte Ochtrups“, betont Bierbaum-Hillejan. Zahlreiche Menschen, Einheimische wie Auswärtige, passierten diesen zentralen Punkt demnächst tagtäglich. Umso wichtiger sei es, sich über die Gestaltung des Kreisels und damit über Ochtrups Außendarstellung vorab gründlich Gedanken zu machen, finden Heimatfreunde und ISG‘ler.

Die Nachtigall eigne sich als „Hingucker“ auf dem neuen Kreisverkehr ideal, sei sie doch nicht nur optisch ansprechend und in ihrer Ausführung einmalig, sondern stelle auch einen klaren Bezug zu Ochtrups Vergangenheit als bedeutendes Zentrum keramischer Produktion dar, erläutern die Vertreter ihre Idee. „Dann hätten wir sowohl die Textilindustrie als auch das Töpferhandwerk auf Kreisverkehren abgebildet“, ergänzt Heinz Fehren . Er findet den Vorstoß, die Nachtigall zu versetzen, ebenfalls klasse. Und für ihn hat er sogar eine ganz besondere Bedeutung: Schließlich ist Fehren der Schöpfer der gut zwei Meter hohen Skulptur.

Im Jahr 2002 begann der Ochtruper, der damals in der Stadtmarketing-Gruppe aktiv war, mit der Arbeit an der Figur. „Ein tolles Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“, zollt Norbert Bierbaum-Hillejan ihm noch heute großen Respekt dafür. Rund 250 Stunden investierte Fehren – mit Unterstützung – in das Projekt, zog Experten in Sachen Material und Lackierung zu Rate. Im Mai 2003 war die Nachtigall fertig, fand ihren Platz auf einem Sockel am Brunnen.

Dort steht die gut zwei Meter hohe und 1,2 Tonnen schwere Wasserflöte – allerdings nicht hohl, sondern mit Spezialbeton ausgefüllt – seither weitgehend unbeschädigt. „Es dürfte ein Leichtes sein, sie vom Valverde-del-Camino-Platz zur Stadthalle zu transportieren“, sagt Bierbaum-Hillejan, der noch ein weiteres Argument anführt: „Und es ist eine kostengünstige Möglichkeit, den neuen Kreisverkehr zu schmücken. Besser geht es doch nicht!“

Ihre Idee haben die Vertreter von Heimatverein und ISG schon im Rathaus vorgetragen. „Wir haben vor zwei Monaten einen offiziellen Antrag eingereicht“, informiert Bierbaum-Hillejan. Nun warten die Nachtigall-Verfechter darauf, dass ihr Anliegen in der Politik diskutiert wird. Eine Vorstellung, was an die leere Stelle am Valverde-del-Camino-Platz rücken könnte, haben sie indes auch schon: „Der Krautwald-Brunnen, der vorübergehend am Töpfereimuseum steht, würde sich doch dafür anbieten“, schlägt Manfred Schründer vor. Die Brunnenanlage mit Ochtruper Motiven könnte dann auch wieder ans Wasser angeschlossen werden.

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