Einbruchsprävention
Hausbesuche zum Thema Sicherheit

Ochtrup -

Das Thema Einbruchschutz ist in Ochtrup wieder aktuell. Die Hauptkommissare Andreas Ewering und Jürgen Brink machen Hausbesuche. Sie sammeln Ermittlungsdaten, klären Bürger auf, und geben ihnen Tipps, wie sie ihr Zuhause effektiv gegen Einbrecher schützen können.

Donnerstag, 29.11.2018, 06:00 Uhr
Wenn der Spezialist dreimal klingelt: Polizeihauptkommissar Jürgen Brink (r.) begleitet seinen Rheiner Kollegen Andreas Ewering bei den Hausbesuchen zur Einbruchsprävention.
Wenn der Spezialist dreimal klingelt: Polizeihauptkommissar Jürgen Brink (r.) begleitet seinen Rheiner Kollegen Andreas Ewering bei den Hausbesuchen zur Einbruchsprävention. Foto: Martin Fahlbusch

Polizeihauptkommissar Jürgen Brink hatte gestern in seinem Streifenwagen in Ochtrup für ein paar Stunden einen neuen Mitfahrer. Zu ihm hatte sich ein Kollege gesellt, der eigentlich in Rheine stationiert ist, denn Andreas Ewering arbeitet dort als Kriminalhauptkommissar verstärkt zum Thema Einbruchschutz.

Für den Fachmann gehört dazu auch die technische Beratung für die Bürger, die ihre Häuser und Wohnungen gegenüber ungebetenen Langfingern sicherer machen wollen. „Natürlich müssen derartige Projekte auch einen Namen haben, von dem man sich aber nicht abschrecken lassen sollte“, schmunzelt Ewering, als er den Begriff „brennpunktorientierte Präventionsstreife“ nennt.

„Am Ball bleiben“

Andreas Ewering und seine Kollegen sind vor allen Dingen dort im gesamten Kreisgebiet unterwegs, wo sich die klassischen Wohnungseinbrüche gehäuft haben. „Auch, wenn wir in den letzten Monaten einen Rückgang derartiger Straftaten registriert haben, müssen wir am Ball bleiben“, betont Andreas Ewering nachdrücklich. Darum besucht er mit den jeweiligen Bezirksbeamten die Bereiche in den Orten und Gemeinden, in denen Wohnungseinbrüche wieder verstärkt vorkamen.

Die Polizeibeamten gehen von Haus zu Haus, sprechen die Bewohner an, sammeln wichtige Ermittlungsdaten. „Wir wollen keine Leute kopfscheu machen, sondern um Aufmerksamkeit bitten, sensibel für sachdienliche Hinweise machen, und wir können direkt fachlich versierte Beratung anbieten“, erläutert Ewering.

Reisende Täter

In aller Regel gehe man bei Wohnungseinbrechern in der jüngsten Zeit von sogenannten reisenden Tätern aus. „Die entscheiden nach kurzer Inaugenscheinnahme eines Wohngebietes ganz situativ, wo sie einsteigen wollen. Die kommen in aller Regel am Tage, wollen möglichst niemandem begegnen, haben es auf Geld, Wertsachen, Schmuck und schon mal ein Smartphone oder Tablet abgesehen“, beschreibt Jürgen Brink die begehrten Objekte.

Großer technischer Aufwand mit langen Beobachtungen oder Kleintransportern, die sowieso auffallen, kämen seltener in Frage. „Die Bürger sollten mit viel Licht Anwesenheit simulieren, wenn nicht nötig, keine Rollläden herunterlassen, Postkästen ebenso regelmäßig leeren wie Mülltonnen nicht unnötigerweise zu lange am Straßenrand stehen lassen“, gibt Andreas Ewering einige Tipps. Aufmerksame Nachbarn, die verdächtige Beobachtungen weitergeben und vor allem die Polizei informieren, seien wichtig. „Lieber einmal zu viel anrufen als überhaupt nicht. Das hat auch nichts mit krankhafter Neugier zu tun“, unterstreicht Jürgen Brink.

Kontakt zur Polizei aufnehmen

Dann kommt Andreas Ewering zu seinem anderen Aufgabenbereich. „Es gibt einen sinnvollen technischen Schutz vor Einbrüchen, viele Hilfsmittel, die die Arbeit der Diebe erschweren, sie Zeit kosten. Sprechen Sie mit der Polizei vor Ort. Die weiß, wie Sie den Kontakt zu uns Einbruchssicherern herstellen können.“

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