Haupt- und Finanzausschuss diskutiert auch Kosten für Straßenreinigung
Müllgebühren sollen sinken

ochtrup -

Gute Nachrichten für den Geldbeutel aus dem Haupt- und Finanzausschuss: Bei der Abfallentsorgung ist mit einer Kostensenkung zu rechnen. Vorbehaltlich des noch ausstehenden Ratsbeschlusses votierten die Politiker in der Sitzung am Mittwochabend für eine neue Gebührensatzung. Auf der anderen Seite kommen wahrscheinlich heftigere Kosten für die Straßenreinigung auf die Ochtruper zu.

Freitag, 30.11.2018, 06:00 Uhr
Wer seinen Sperrmüll loswerden möchte, muss die Abholung anmelden. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde nun angeregt, Bürgern die Möglichkeit einzuräumen, diesen auch eigenverantwortlich beim Entsorger abgeben zu können.
Wer seinen Sperrmüll loswerden möchte, muss die Abholung anmelden. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde nun angeregt, Bürgern die Möglichkeit einzuräumen, diesen auch eigenverantwortlich beim Entsorger abgeben zu können. Foto: Anne Eckrodt

Warum nicht mal mit einer erfreulichen Nachricht aus der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, der am Mittwochabend im Rathaus II tagte, beginnen? Vorbehaltlich des noch ausstehenden Ratsbeschlusses votierten die Politiker für eine neue Gebührensatzung über die Abfallentsorgung, die bereits zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll.

Bedingt durch die Umstellung der Sperrmüllabfuhr und die damit verbundene Verringerung der Abfallmengen wird dabei von einer Kostensenkung ausgegangen. In der verabschiedeten Vorlage werden niedrigere Gebühren beim Restmüll zwischen drei und sieben Euro je nach Gefäßgröße dargelegt.

Hajo Steffers (CDU) hatte in der kurzen Diskussion auf einige Probleme bei der neuen Sperrmüllregelung hingewiesen, da in den Bauerschaften wieder mehr wilde Müllkippen entdeckt worden waren.

Die Erste Beigeordnete der Stadt, Birgit Stening, betonte, dass es in der Tat Nachfragen zu einer zeitnahen Abarbeitung der gemeldeten Entsorgungswünsche geben würde. „Da ist manchmal die Geduld das Problem, weil die Abfuhrrouten ja auch logistisch sinnvoll geplant werden müssen.“ Renate Duesmann (SPD) regte an zu prüfen, ob man Bürgern nicht die Möglichkeit einräumen sollte, den Sperrmüll eigenverantwortlich beim Entsorger anzuliefern und dies mit Blick auf die Entsorgungssatzung dann „abhaken“ zu lassen. Die Anregung soll geprüft werden.

Heftigere Kosten kommen dagegen auf die Bürger bei den Gebühren für Straßenreinigung zu. Seit 2010 war die bisherige Gebührenordnung gültig. Im Zuge einer notwendigen Neuausschreibung müssen jetzt wegen der belegbaren erheblichen Kostensteigerungen um 65 Prozent höhere Gebühren in allen Bereichen angesetzt werden. Verstärkte Laubreinigungsarbeiten im Herbst fallen dabei auch ins Gewicht. In der Kalkulation sind zunächst drei zusätzliche Optionsreinigungen berücksichtigt. Ob das ausreichen wird, muss aufgrund von dann gemachten Erfahrungen eventuell neu diskutiert werden.

Und auch das ist allemal berichtenswert: In einem würdevollen Moment gedachten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, also die Politiker und die Mitglieder der Verwaltung, ihres kürzlich so plötzlich und früh verstorbenen Kollegens Martin Wilke. Auf seinem angestammten Platz lag ein Blumengebinde, eine Kerze brannte und sein Portraitfoto trug einen Trauerflor.

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