Nach Einbruch vor fast vier Jahren Täter jetzt zu Geldstrafe verurteilt
Zuerst abgestritten, dann eingeknickt

Ochtrup -

Die Tat liegt fast vier Jahre zurück. Am 21. Januar 2015 wurden drei Männer auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens im Ochtruper Gewerbegebiet Am Langenhorster Bahnhof geschnappt. Ein Mitglied des Trios wurde am Dienstag im Amtsgericht Steinfurt wegen versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall zu einer Geldstrafe verurteilt

Mittwoch, 05.12.2018, 10:00 Uhr
Fast vier Jahre lag eine Tat zurück, die am Dienstag im Amtsgericht Steinfurt noch einmal Gegenstand einer Verhandlung war.
Fast vier Jahre lag eine Tat zurück, die am Dienstag im Amtsgericht Steinfurt noch einmal Gegenstand einer Verhandlung war. Foto: dpa

Die Tat liegt fast vier Jahre zurück. Am 21. Januar 2015 wurden drei Männer auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens im Ochtruper Gewerbegebiet Am Langenhorster Bahnhof geschnappt. Ein Mitglied des Trios wurde am Dienstag im Amtsgericht Steinfurt wegen versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall zu einer Geldstrafe verurteilt.

Dem 32 Jahre alten Rumänen aus Bremerhaven wurde eine Dolmetscherin zur Seite gestellt, die mit ihrer präzisen Übersetzung maßgeblich zur Aufklärung des Falles beitrug.

Am besagten Tattag soll der arbeitssuchende Schweißer mit zwei Landsleuten ein Loch in einen Zaun geschnitten haben und auf das Gelände des Entsorgungsbetriebes gelangt sein. Dort wollte das Trio Altmetall stehlen. Dabei wurden sie von einem Wachmann beobachtet. Der rief die Polizei, die die drei Einbrecher noch auf dem Betriebsgelände schnappen konnte. Sie hatten sich im Unterholz versteckt. „Wir wollten nichts stehlen. Das Loch im Zaun war schon da. Wir haben uns im Unterholz zum Schlafen gelegt, um auf einen weiteren Landsmann zu warten, der vor hatte, uns abzuholen und mitzunehmen“, wollte der Angeklagte dem Gericht weiß machen. „Das soll ich ihnen glauben. Nie und nimmer“, bezweifelte der Richter die Ausführungen des Angeklagten.

„Einer ihrer Kameraden ist bereits zu 100 Tagesätzen verurteilt worden“, versuchte der Richter, dem Täter zu verdeutlichen, dass seinen Ausführungen kein Glauben geschenkt wird. „Wenn Sie ein Geständnis ablegen, wird es nur auf eine Geldstrafe hinauslaufen und es steht nichts in ihrem Führungszeugnis“, bemerkte der Richter. Sollte er weiter bei seiner Schilderung bleiben, müsse jedoch ein neuer Termin angesetzt werden, zu dem der Wachmann und die Polizei als Zeugen eingeladen werden würden. Jetzt knickte der Täter ein und gab alles zu mit der Begründung, dass er vom Familienclan indirekt dazu gezwungen worden sei.

„Die Straftat liegt bereits mehr als drei Jahre zurück“, plädierte die Staatsanwältin nur für eine Geldstrafe in Höhe von 400 Euro. Der Richter entsprach der Forderung und stellte fest: „Die Staatsanwältin hat mich mit der geringen Forderung ein bisschen überrascht.“ So etwas dürfe aber nicht noch einmal passieren. Sonst gebe es gleich zwei Eintragungen ins Führungszeugnis. Der Angeklagte nahm das Urteil an. Damit wurde es umgehend auch rechtskräftig.

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