Klage-Andacht der kfd zur Aktion „#MachtLichtan“
Licht in Missbrauchsfälle bringen

Ochtrup -

Buchstäblich Licht ins Dunkel rund um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirchen bringen will die Frauengemeinschaft mit der Aktion „#MachtLichtan“. Auch in Ochtrup beteiligten sich die kfd St. Lamberti, St. Marien, St. Dionysius und der Frauenbund an einer Klage-Andacht vor der Lambertikirche.

Freitag, 14.12.2018, 05:00 Uhr
Etwa 20 Teilnehmer zählte die Klage-Andacht der Frauengemeinschaften in Ochtrup zur bundesweiten Aktion „#MachtLichtan“, die sich dafür einsetzt, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen.
Etwa 20 Teilnehmer zählte die Klage-Andacht der Frauengemeinschaften in Ochtrup zur bundesweiten Aktion „#MachtLichtan“, die sich dafür einsetzt, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen. Foto: Martin Fahlbusch

Es war ganz schön dunkel am Mittwochabend vor der Lambertikirche. Und um – wohlgemerkt im übertragenen Sinne – Licht in das Dunkel der in der katholischen Kirche derzeit heftig diskutierten Missbrauchsfälle zu bringen, hatten sich Frauen der Frauengemeinschaften St. Lamberti, St. Marien, St. Dionysius und des Frauenbundes sowie einige Männer mit Taschenlampen ausgestattet vor der großen Eingangstür der Lambertikirche versammelt.

„Wir betonen ausdrücklich, dass sich diese von uns jetzt abgehaltene, kurze Klageandacht nicht gegen die gute Arbeit der katholischen Kirchengemeinde hier in Ochtrup richtet“, betonte Brigitte Kuhlmann zu Beginn. Man habe sich vielmehr einer Aktion des kfd-Bundesverbandes angeschlossen, in der es darum geht, die deutschen Bischöfe aufzufordern, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen und die kirchliche Sexualmoral zu ändern.

„Und wenn es endlich um tiefgreifende Reformen in unserer Kirche geht, geht es auch immer um die Stellung und die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche“, erläuterte Birgit Potthoff. In einem sogenannten Klage-Psalm wurden Wut, Erschütterung und Entsetzen über die Situation und die Ereignisse formuliert. Klerikal-autoritäre Machtstrukturen dürften in der Kirche keinen Platz haben, wurde herausgestellt. Anschließend richteten die rund 20 Personen, die sich an der Aktion beteiligten, die eingeschalteten Taschenlampen auf die dunkle Kirchentür, um symbolisch Licht in das Dunkel zu bringen, gemäß dem Motto der kfd-Aktion „#MachtLichtan – Erneuert die Kirche!“

Die zentralen Forderungen dieses Aufrufs können auch per vorbereiteter Postkarte bis zum Jahresende an die Deutsche Bischofskonferenz geschickt werden, informierten die Organisatorinnen vor Ort. In einem abschließenden Gebet wurde ein wichtiger Aspekt dieser für notwendig erachteten Erneuerungen noch einmal betont: „Jesus Christus sammelte Jüngerinnen und Jünger um sich und lebte ein neues Miteinander von Frauen und Männern vor.“

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