Baustelle Bergfreibad
Viel Feinarbeit erfordert Geduld

Ochtrup -

Die Arbeiten im Bergfreibad gehen voran. Entsorgungsarbeiten haben den Zeitplan etwas durcheinandergewirbelt, die Verantwortlichen sehen die geplante Wiedereröffnung im Mai nicht als gefährdet an. Die Verantwortlichen haben Ideen, wie sie die Verzögerungen auffangen können.

Samstag, 15.12.2018, 07:00 Uhr
Auf der Baustelle im Bergfreibad nehmen (v.l.) Betriebsleiter Stadtwerke Robert Ohlemüller, Projektleiter Norbert Storm, Schwimmmeister Björn Bendias und Herbert Bätker von den Stadtwerken die Arbeiten unter die Lupe.
Auf der Baustelle im Bergfreibad nehmen (v.l.) Betriebsleiter Stadtwerke Robert Ohlemüller, Projektleiter Norbert Storm, Schwimmmeister Björn Bendias und Herbert Bätker von den Stadtwerken die Arbeiten unter die Lupe. Foto: Martin Fahlbusch

Ganz ehrlich, Badelatschen sind im Moment auf dem Gelände des Ochtruper Bergfreibades die absolut falsche Wahl. Und das nicht nur, weil es eigentlich kein vernünftiges Schwimmbecken mehr gibt, nach dessen Besuch man in die leichten Treter schlüpfen könnte.

Dort wird nämlich seit Monaten auch mit Baggerkraft ordentlich gewerkelt und der Regen hat das Drumherum der ehemaligen Schwimmbecken zudem eher in ein Schlammparadies verwandelt, das aber so recht niemand nutzen möchte. Außer der Mannschaft, die seit Wochen mit der Umgestaltung des Bergfreibades in eine moderne, energetisch interessante und mit Edelstahl ausgekleidete Schwimmlandschaft beschäftigt ist.

Schadstoffbelastete Materialien

Es ist einiges, was dem Neuen weichen soll: Beispielsweise große Teile der alten Schwimmbeckenwände, der Boden und vor allen Dingen die schadstoffbelasteten Materialien und die Farbe mussten aufwendig und zeitintensiv beseitigt und dann entsorgt werden. „Anfangs waren wir durch diese zusätzlichen Arbeiten von einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Wochen ausgegangen. Letztlich sind es sogar sieben Wochen geworden“, erläuterte Robert Ohlemüller , der Stadtwerke-Betriebsleiter beim neuerlichen Termin auf der schlammigen Baustelle.

„Bis auf einige kleinere Restarbeiten haben wir jetzt eine Teilfreigabe erhalten, die Erdarbeiten fortsetzen zu können“, hatte Herbert Bätker , technischer Leiter Versorgung der Stadtwerke, auch eine positive Nachricht parat. Für den neuen Sprungturm und seine Drei- und Fünf-Meter-Sprungbretter kann der dortige Beckenbereich nun auf das nach den neuesten DIN-Normen geforderte Vier-Meter-Maß „tiefergelegt“ werden. Auch die Grundierungsarbeiten für die übrigen Beckenteile, die ja demnächst mit einer Edelstahlwanne ausgekleidet werden, die Dichtungsarbeiten mit einer speziellen Plane und die Aufschotterung haben begonnen.

Wir müssen ungemein präzise arbeiten.

Norbert Storm
Unter einer Schotterschicht wird eine Trennplane verlegt.

Unter einer Schotterschicht wird eine Trennplane verlegt. Foto: Martin Fahlbusch

Teile einer zu erhaltenden Beton-Beckenwand sind mittlerweile für die Aufnahme, sprich das Überstülpen der Edelmetallwanne, auf die richtige Höhe abgesägt worden. „Und das geht nicht mit der Laubsäge“, schmunzelte Bätker. „Wir müssen ungemein präzise arbeiten, denn auch für die DIN- und wettkampfgerechten 50-Meter-Bahnen haben wir kaum Toleranz-Zonen“, erläuterte Diplom-Ingenieur Norbert Storm von der Firma Thalen-Consult, die das gesamte Projekt fachlich betreut.

Die Ochtruper Stadtwerke-Verantwortlichen haben mit ihm in den vergangenen Wochen die Köpfe darüber rauchen lassen, wie durch logistische Umplanungen die angesprochenen Bauzeitverzögerungen aufzufangen sind. „Im neu entstehenden Technikgebäude, das Filter-, Pump- und Versorgungsanlagen sowie das Blockheizkraftwerk beherbergen wird, sind wir mit den ausführenden Firmen in Gesprächen und Planungen. Gewisse Technikteile in Modulen lassen wir jetzt schon so vormontieren, dass wir sie später dann in den parallel entstehenden Rohbau nur noch einsetzen müssen und zum Schluss die Decke draufsetzen. Das sind natürlich echte Herausforderungen“, weiß Ohlemüller.

Fortschritte beim neuen Gebäude

„Die Arbeiten an dem anderen neuen Gebäude, das von uns Schwimmmeistern und den übrigen Mitarbeitern des Bergfreibades, aber auch für technische Zwecke und die Logistik der gesamten Anlage genutzt werden wird, gehen gut voran“, freute sich Schwimmmeister Björn Bendias, der jetzt bevorzugter Weise hohe Gummistiefel trägt.

Mit welchen Schuhwerk aktuell auch immer ausgestattet, die Verantwortlichen sind sich sicher, dass im Bergfreibad der Neustart am 1. Mai 2019 sauber über die Bühne gehen wird – selbstredend in Badelatschen.

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