Beim Gassi-Gang
Fremder Hund attackiert Tibet-Terrier

Ochtrup -

„Max“ ist eine kleine Frohnatur, die das Spiel mit Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen abgöttisch liebt. Eine kurze, lautstarke Begrüßung des Besuchers, dann legt der eineinhalbjährige Tibet-Terrier dem Gast auffordernd eine Spielzeug-Kuschelmaus vor die Füße. „Max hätte gerne rund um die Uhr Beschäftigung“, lacht Besitzerin Moni Feldmann über ihren munteren kleinen Kerl. Sooft es ihr möglich ist, dreht die Ochtruperin mit ihrem Vierbeiner deshalb Gassi-Runden im Karree rund um das Familiendomizil an der Weilaut­straße.

Samstag, 05.01.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 05.01.2019, 10:49 Uhr
Frohnatur „Max“ hat den Angriff eines unbekannten Vierbeiners gut überstanden. Der Tibet-Terrier hatte sich nach dem Vorfall nach Hause geflüchtet.
Frohnatur „Max“ hat den Angriff eines unbekannten Vierbeiners gut überstanden. Der Tibet-Terrier hatte sich nach dem Vorfall nach Hause geflüchtet. Foto: Susanne Menzel

Wie auch am Donnerstag vergangener Woche, am 27. Dezember. „Morgens um kurz nach halb acht waren wir gerade auf der Arndtstraße, als ich im Gebüsch etwas habe grün blinken sehen“, erzählt Moni Feldmann . „Max hat es wohl auch entdeckt, er blieb nämlich stehen und beobachtete die Situation.“

Die Hundebesitzerin konnte gerade noch erkennen, „dass etwa 100 Meter entfernt ein Paar mit einem Hund an der Seite auf mich zukam, als ein zweiter, großer Hund – der mit dem grünen Blinkehalsband – aus dem Vorgarten eines Nachbarn gestürmt kam“, erzählt sie. Das Tier hätte sich direkt auf Max gestürzt, ihn traktiert und mit ihm gekämpft. „Mein Hund hat gequiekt und gejault, wie ich es noch nie gehört habe“, schildert die Tierhalterin die Situation. „Der andere Vierbeiner, schwarz und vermutlich ein Labrador-Mischling, hat ihn gebissen. Ich wusste gar nicht, wie ich mich verhalten sollte und schrie laut um Hilfe.“ Sie habe auch die vermeintlichen Hundebesitzer direkt angesprochen, sagt Feldmann, „aber die haben nicht reagiert. Ich hatte panische Angst, dass meinem Max etwas passiert.“

„Ich war richtig in Panik“

Der Tibet-Terrier hatte sich inzwischen von seiner Leine und auch von dem Angreifer befreien können und war weggerannt. „Der andere Hund ist hinter ihm her, hat aber irgendwann abgestoppt, sich umgedreht und ist auf mich zugekommen“, so Moni Feldmann weiter: „Ich war richtig in Panik. Zum einen hatte ich Sorge um Max, ich wusste ja nicht, wo er hingelaufen ist. Zum anderen wusste ich auch nicht, wie ich auf das fremde Tier reagieren sollte. Ich stand unter Schock.“ Der unbekannte Hund habe sie ein wenig beschnüffelt und sei dann zu dem Paar und dem anderen Tier zurückgerannt.

Max hatte sich unterdessen nach Hause aufgemacht, er saß vor der Eingangstür. Er hatte keine erkennbaren Verletzungen, allerdings den Rest des Tages gelahmt. „Als ich ihn sah, liefen mir vor Freude, aber auch bedingt durch die ganze Anspannung und Aufregung, die Tränen herunter“, gesteht Moni Feldmann.

Was sie an dem Vorfall besonders ärgert: „Ich finde es schlimm, dass nicht einmal die beiden Leute, die mit den Hunden unterwegs waren, mir zur Hilfe gekommen sind. Ich habe auch nicht gehört, dass sie ihren Hund zurückgerufen hätten.“ Zum anderen möchte die Ochtruperin „dafür sensibilisieren, die Tiere zumindest in Wohngebieten anzuleinen, um gerade Situationen wie diese zu vermeiden.“ Es gäbe außerhalb der Stadt genügend Gelegenheiten, den Hund frei laufen zu lassen. So, wie es auch laut Landeshundeverordnung vorgeschrieben ist.

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