Karnevalsmotto des Schützenvereins Alt- und Bollhorst
Ein Wagen im Zauberwald

Ochtrup -

Es wird gemalt, geklebt, gekichert – und gekleckst. Zudem – und das ist besonders für die Mädels in der Runde ganz wichtig – wird mit Glitzer gestreut. Roter, silbriger, goldener, blauer: „Davon kann man scheinbar nie genug haben“, schüttelt eine Mutter mit dem Kopf.

Montag, 07.01.2019, 06:00 Uhr
Malen, kleben, schneiden – und vor allem mit Glitzer bestreuen – war bei der Bastelaktion für den Karnevalswagen des Schützenvereins Alt- und Bollhorst angesagt. Mit ein wenig Anleitung von Seiten der Mütter wurde an dem Nachmittag einiges geschafft. Der Rest folgt dann demnächst in Heimarbeit.
Malen, kleben, schneiden – und vor allem mit Glitzer bestreuen – war bei der Bastelaktion für den Karnevalswagen des Schützenvereins Alt- und Bollhorst angesagt. Mit ein wenig Anleitung von Seiten der Mütter wurde an dem Nachmittag einiges geschafft. Der Rest folgt dann demnächst in Heimarbeit. Foto: Susanne Menzel

Knapp 30 Mädchen und Jungen sitzen an diesem Nachmittag um mehrere aneinander gestellte Tische, die sich in ihrer Länge von der offenen Küche bis hinein ins Wohnzimmer erstrecken. „Viel Platz zum Vorbeigehen bleibt da nicht mehr“, kommentiert Hausherrin Kathrin Seggert trocken.

Genau, die Szenerie spielt sich nicht bei einer Kreativstunde in der Kita oder in der Grundschule ab, sondern in einem Eigenheim in der Wester. Keine Nachbarn weit und breit, nur Feld und Flur. Und da ist der Lärmpegel zweitrangig. Der schreit nämlich förmlich nach einem Megafon, wenn sich jemand für eine kurze Ansage Gehör verschaffen will. Die Kids im Alter von eineinhalb bis elf Jahren sind jedenfalls mit Mündern und Fingern voll bei der Sache. Die kleinen auf dem Schoß oder im Arm der Mütter, die Größeren natürlich eigenständig. Die Augen strahlen, während die Knirpse sich ans Werk machen. Aus Kratzvorlagen entstehen regenbogenfarbige Blätter, Schmetterlinge werden gezeichnet, ausgemalt und ausgeschnitten, Pappteller in bunte Farbtöne getaucht, Eierkartons in Einzelteile geschnitten, um später hübsch dekoriert wieder zu einer Girlande zusammengesetzt zu werden. Blumen und Tiere entstehen in unermüdlicher Produktions-Motivation in unbekannter Stückzahl. „Wir brauchen reichlich Material, um damit unseren Karnevalswagen zu schmücken“, erklärt Kathrin Seggert das kreative Gewusel.

Karnevalswagen Alt- und Bollhorst, Ochtrup

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  • Foto: Susanne Menzel
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Gemeinsam mit Yvonne Bußmann, Kirsten Holtmann, Linda Sünker und Nicole Nabbe bildet die junge Frau das Organisationsteam des Schützenvereins Alt- und Bollhorst – und das hat sich zum Ziel gesetzt, in liebevoller Gemeinschaftsarbeit auch in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Wagen an den Start des närrischen Zuges zu gehen. „Im vergangenen Jahr waren wir mit einer Unterwasserwelt dabei. Leider kamen die Farben nicht so gut rüber“, sagt Seggert. Aus Erfahrung gelernt, soll es nun dieses Mal Dekorativer werden. „Zauberwald“ lautet das Stichwort, das sich die Erwachsenen gemeinsam mit dem Nachwuchs überlegt haben. Ein Baum an der Wagenrückwand, an dem sich alle Beteiligten verewigen können, rundherum Tiere und Pflanzen. Und die Eierkarton-Girlande. „Da haben wir uns schon ein stattliches Päckchen geschultert“, wissen die Frauen: „Männliche Unterstützung gibt es natürlich bei der Arbeit fürs Grobe.“ Der Wagen wurde bereits etwas vergrößert. Jetzt steht er in der Seggertschen Scheune und wartet darauf, zum Strahlen gebracht zu werden. „Noch ist es allerdings dafür für kalt“, lautet das niederschmetternde Ergebnis der ersten Begutachtung. Der Farbauftrag käme Anfang Januar noch zu früh. Nun denn, das schmucke Beiwerk jedoch kann - von langer Hand geplant - bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres entstehen. Zumindest ein Teil davon. „Vieles wird in den nächsten Wochen in den einzelnen Familien in Heimarbeit geleistet“, verraten die Erwachsenen.

Die kleinen Künstler legen unterdessen eine erste Verschnaufpause ein, lassen es sich bei Limo und Keksen gut gehen. Und während die Mädchen sich anschließend rasch wieder auf ihre Plätze begeben, um zu Pinsel oder Stift zu greifen, haben einige der Buben den Tischkicker am Ende des Raumes erspäht. Vergessen sind die Bastelvorsätze, Kräftemessen an den Stäben ist angesagt. Das Runde muss ins Eckige lautet nunmehr ihre Maxime.

Hannah und ihre Freundin Aurelia, ebenso die kleine Milla sowie der Rest der munteren Truppe haben nach kurzem Durchatmen die nächsten Werke in Angriff genommen. „Jetzt, in den Ferien, haben alle noch ein bisschen Zeit“, sagt eine der Mütter: „Wenn die Schule wieder anfängt, bleibt da kaum noch Spielraum.“ Aber diesen Rhythmus kennen die Alt- und Bollhorster. „Die Männer übernehmen dann den wöchentlichen Arbeitspart“, weiß Kathrin Seggert. „Und die anderen machen mit, wie sie Zeit haben.“

Vielleicht hat der Schützenverein ja auch ganz bewusst das Thema „Zauberwald“ gewählt, denn fast wie von Zauberhand wird garantiert auch in diesem Jahr der Wagen wieder pünktlich zum Karnevalsumzug fertig sein.

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