Mehr Sport im neuen Jahr: Tipps zum Durchhalten
Nicht von Null auf Hundert

Ochtrup -

Sport machen und dabei am besten noch ein paar Kilo abspechen, das gehört zu den beliebtesten Vorsätzen fürs neue Jahr. Weil die nicht schnell wieder über Bord geworfen werden sollen, hat Hajo Reekers von Physio-Fit Ochtrup gibt ein paar Tipps zum Durchhalten parat.

Donnerstag, 10.01.2019, 06:00 Uhr
Bewegung tut dem Körper gut, wenn man die Sache richtig angeht. Hajo Reekers von Phsyio-Fit Ochtrup hat ein paar Tipps für alle, die sich fürs neue Jahr vorgenommen haben, (mehr) Sport zu machen.
Bewegung tut dem Körper gut, wenn man die Sache richtig angeht. Hajo Reekers von Phsyio-Fit Ochtrup hat ein paar Tipps für alle, die sich fürs neue Jahr vorgenommen haben, (mehr) Sport zu machen. Foto: Heidrun Riese

Gerade erst gefasst und schon bald wieder über Bord geworfen – so ist das häufig mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr. Nach den Feiertagen nehmen sich viele Menschen vor, ein paar Kilo abzuspecken und mehr Sport zu machen. Für sie hat Hajo Reekers von Physio-Fit Ochtrup ein paar Tipps parat, damit es 2019 mit dem Durchhalten klappt.

Check-Up: Wer länger keinen Sport gemacht hat, dem empfiehlt der Physiotherapeut, sich vom Arzt einmal durchchecken zu lassen, bevor es mit dem Training losgeht. „Wie fit ist das Herz, welche Muskeln und Gelenke sollten nicht überbelastet werden?“, zählt er einige Frage auf, die bei dieser Gelegenheit geklärt werden können.

Spaßfaktor: Den inneren Schweinehund zu überwinden, fällt schwer, wenn beim Sport einfach keine Freude aufkommt. Aus diesem Grund empfiehlt Reekers: „Such dir etwas aus, was du gerne machst.“ Außerdem sollten Bewegungswillige im Auge behalten, dass die Sportart der Wahl auch ihre Funktion erfüllt. „Wer tagsüber im Büro sitzt und abends Joggen geht, ist zwar fit, hat aber nichts für Nacken und Schulter getan“, erklärt der Fachmann, der in einem solchen Fall zu Fitness oder Schwimmen rät.

Geduld: Auch wenn Ehrgeiz und Motivation groß sind, warnt Reekers davor, von Null auf Hundert zu starten. „Muskeln, Sehnen und Gelenke müssen sich erst an die neuen Belastungen gewöhnen“, informiert er. Wer es zu Beginn übertreibe, riskiere vermeidbare Schäden. „Außerdem darf Überbelastung nicht unterschätzt werden“, betont der Leiter von Physio-Fit. Anfangs brauche der Körper mehr Zeit, um sich nach dem Training zu erholen. „Besser langsam anfangen und dann aufbauen“, ermahnt Reekers zu Geduld. Ausdauersportlern gibt er folgenden Tipp: „So weit anstrengen, dass man immer noch reden, aber nicht mehr singen kann.“ Dann sei der Belastungsgrad erreicht, in dem Fett verbrannt wird, aber keine Gefahr für Überbelastung besteht. Generell empfiehlt der Fachmann, sich langfristige Ziele zu setzen und sich zwischen drei und sechs Monaten dafür Zeit zu geben, um diese zu erreichen.

Ernährung: Gerade in Kombination mit Sport rät Reekers von Crash-Diäten ab. Die versprechen schnellen Erfolg, aber auch Hunger – und sorgen vor allem dafür, dass die Energie fehlt, die der Körper beim Training benötigt. „Weil man so wenige Kalorien zu sich nimmt, geht auch Muskelmasse verloren und der Grundstoffwechsel verringert sich“, erklärt er den Hintergrund. „Da ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert.“ Daher empfiehlt der Experte, maximal 500 Kilokalorien am Tag weniger zu essen als gewohnt. Für die Ernährungsumstellung hat er eine einfache Faustregel: „Die eine Hälfte des Tellers sollte grün, also mit Gemüse oder Salat gefüllt sein.“ Zucker und Alkohol gelte es, möglichst zu vermeiden. „Wenn man das einmal umgesetzt hat, funktioniert das“, ist die Erfahrung des Physio-Fit-Chefs. Er hat noch einen anderen Trick auf Lager, der reine Kopfsache ist. „Vom kleinen statt vom großen Teller essen“, empfiehlt Reekers und ergänzt: „Man kann auch ruhig eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.“

Durchhalten: „Wer es schafft, sechs Wochen lang jeweils zwei Mal zum Sport zu gehen, fühlt sich besser und bleibt automatisch dran“, motiviert der Fachmann zum Durchhalten. Ist mal wenig Zeit, sollte nicht ganz aufgehört, sondern lieber reduziert werden, um die Trainingsergebnisse zu erhalten. Was seiner Erfahrung nach auch hilft, um nicht aufzugeben: „Sich mit anderen zum Sport verabreden.“ Gemeinsam macht Bewegung eben mehr Spaß. Und: Wenn andere warten, fällt es schwerer, die Joggingrunde sausen zu lassen.

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