KAB-Vortrag „Wir müssen Perspektive schaffen“
Ideen zur weltweiten Wasserversorgung

Ochtrup -

Unter dem Motto „Wir müssen Perspektive schaffen“ referierte am Sonntag Karl Heinz Wrocklage auf Einladung der KAB. Der ehemalige Zimmermann beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Wasser und dessen Verteilung auf dem Erdball. Der 72-Jährige verriet den Zuhörern zunächst seine persönliche Beziehung zum Thema Wasser. Als seine Frau die Terrasse neu gestalten wollte, kam ihm die Idee, in einem Zuge auch gleich ein Regenwasserrückhaltebecken zu installieren. Den Behörden gefiel seine Neuheit im Garten gar nicht, sodass er sie abbauen oder ein Bußgeld von 200 Euro zahlen sollte. Karl Heinz Wrocklage erschien diese Forderung ziemlich paradox, denn die Diskussionen ums Wassersparen waren damals sehr aktuell. Also ergriff er die nötigen Maßnahmen, damit er sein nachhaltiges Becken behalten konnte. Der Mettinger schrieb Leserbriefe, wandte sich an die Zeitung und das Fernsehen – schließlich mit Erfolg. Als die Fraktion der Grünen kurze Zeit später in den Landtag einzog, wurden Regenwasserrückhaltebecken sogar mit 3000 D-Mark belohnt: Für ihn die Bestätigung, dass seine Mühen richtig und wichtig waren.

Dienstag, 05.02.2019, 07:00 Uhr
Seine Ideen zur weltweiten Wasserversorgung schilderte Karl-Heinz Wrocklage
Seine Ideen zur weltweiten Wasserversorgung schilderte Karl-Heinz Wrocklage Foto: Rieke Tombült

Sein Sieg war für den Referenten aber noch lange kein Grund, sich darauf auszuruhen. „Man muss immer etwas tun. Mit wenig Aufwand lässt sich schon sehr viel erreichen“, sagt Karl Heinz Wrocklage . Am liebsten würde er die ganze Welt mit genügend Trinkwasser versorgen.

Auch, wenn das Ziel unerreichbar zu sein scheint, hat er doch einige Ideen, wie man dieser Utopie etwas näher kommen kann. Laut Karl Heinz Wrocklage müssten Versorgungsleitungen vom Nil bis zum Gazastreifen gebaut werden. An anderen Stellen kann er sich Aquädukte sehr gut vorstellen, denn schon bei den Römern habe das überzeugt.

Dem Referenten ist es ein Anliegen, diese Versorgungsleitungen von jungen Männern bauen zu lassen – „es würde ihnen eine Perspektive schaffen“.

„Gibt man gutes Korn in eine Mühle rein, kommt gutes Mehl heraus. Gibt man schlechtes Korn in eine Mühle rein, kommt schlechtes Mehl heraus. Gibt man gar kein Getreide hinein, zermahlen sich die Steine“, fasst der Mettinger die Notwendigkeit für eine Veränderung, besonders im Sinne der Jugend, zusammen und erinnert sich dabei an das prägnante Zitat.

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