Spanisch statt Niederländisch
Neue Fremdsprachenoption für die Oberstufe

Ochtrup -

Seit dem Beginn des laufenden Schuljahres haben die Schüler des Städtischen Gymnasiums die Möglichkeit, in der Oberstufe Spanischunterricht zu belegen. Neben Englisch, Französisch und Latein bietet die Schule damit eine vierte Fremdsprachenoption auf dem Weg zum Abitur an. Wie Schulleiter Peter Grus erklärt, sei der Entscheidung jedoch ein langer Diskus­sions- und Organisationsprozess vorausgegangen. Denn dass die Schule eine weitere Fremdsprache anbieten möchte, stand außer Frage. Entscheiden musste man sich jedoch zwischen den Optionen Spanisch und Niederländisch.

Dienstag, 05.02.2019, 17:30 Uhr
Spanischlehrerin Derya Gadea und Schulleiter Peter Grus freuen sich über die Einführung des Spanischunterrichts.
Spanischlehrerin Derya Gadea und Schulleiter Peter Grus freuen sich über die Einführung des Spanischunterrichts. Foto: Maximilian Stascheit

„Wir haben alle am Schulleben Beteiligten in die Entscheidung mit einbezogen“, so der Direktor. Neben Schülern, Eltern und Lehrern gehörten dazu auch die Stadt sowie die anderen Ochtruper Schulen. Dabei habe es für beide Seiten gute Argumente gegeben. „Auf der einen Seite ist das natürlich unsere Lage in der direkten Grenzregion zu den Niederlanden. Auf der anderen Seite steht beispielsweise Ochtrups Städtepartnerschaft mit Valverde und die Bedeutung von Spanisch als Weltsprache“, schildert Peter Grus die Diskussion. Am Ende habe sich die Schulkonferenz mit großer Mehrheit für Spanisch ausgesprochen.

„Das war mein Glück“, erzählt Derya Gadea lachend. Sie wurde im vergangenen Sommer gemeinsam mit ihrer Kollegin Laura Tepe als Spanischlehrerin am Gymnasium eingestellt. Beide unterrichten aktuell jeweils einen Kurs mit je 22 Schülern in der zehnten Jahrgangsstufe (EF). „Damit hat sich direkt ungefähr der halbe Jahrgang für diese Möglichkeit entschieden“, freut sich die Lehrerin. Auch gebe es bereits einige Anfragen, in dem Fach eine der vier Abiturprüfungen abzulegen. „Viele Schüler haben auch großes Interesse an Lateinamerika und können sich vorstellen, dort beispielsweise ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Und gerade in der Region kommt man mit Englisch häufig kaum weiter“, weiß die Lehrerin.

Sie war es auch, welche die Austauschkooperation mit der deutschen Schule in Chile (siehe oben) ins Rollen brachte. Das Projekt soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, sodass möglichst viele Schüler die Möglichkeit bekommen, ihre erworbenen Grundkenntnisse direkt in Lateinamerika für mehrere Wochen zu vertiefen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6372051?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Raffaela Busse arbeitete ein Jahr lang in der Antarktis
Leben und arbeiten bei minus 75 Grad Celsius: Raffaela Busse hat in der Antarktis viel erlebt und unvergessliche Eindrücke sammeln können.
Nachrichten-Ticker