BEV-Insolvenz
150 Haushalte in Ochtrup betroffen

Ochtrup -

Der Strom aus der Steckdose ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Doch was passiert, wenn ein Energieanbieter insolvent ist? Dem Bayerischen Energieversorger (BEV) ging es jüngst so. Er konnte seine Kunden nicht mehr mit Strom und Gas beliefern. Werden sie dann – im wahrsten Sinne des Wortes – abgeschaltet? Nein, diese Sorge müsse niemand haben, versichert der kaufmännische Leiter der Ochtruper Stadtwerke, Günter Verboom.

Donnerstag, 07.02.2019, 05:00 Uhr
Der Energieanbieter BEV ist insolvent. Auch Haushalte in Ochtrup sind davon betroffen.
Der Energieanbieter BEV ist insolvent. Auch Haushalte in Ochtrup sind davon betroffen. Foto: Anne Steven

In der Töpferstadt haben bislang etwa 150 Haushalte Strom und Gas vom Bayerischen Energieversorger bezogen. Sie werden nun in der sogenannten Grund- und Ersatzversorgung von den Stadtwerken beliefert. Letztere haben mit zahlreichen Energieanbietern Nutzungsverträge für ihre Netzte abgeschlossen. Wird einer dieser Vertragspartner insolvent, entziehen die Stadtwerke die Netznutzung. „Die Kunden werden dann angeschrieben und kommen in die Grund- und Ersatzversorgung“, erklärt Günter Verboom das Vorgehen. Er empfiehlt Kunden allerdings, sich zügig um einen neuen Vertrag zu kümmern – entweder bei den Stadtwerken, oder bei einem anderen Anbieter. In Ochtrup seien die meisten Haushalte Kunden der Stadtwerke. „Die Fremdversorgerquote liegt bei etwa zehn Prozent“, erklärt Günter Verboom.

Aktuell werde deutlich, dass so mancher Mitbewerber knapp kalkuliert habe. „Man sieht schon, dass vor allem die ganz günstigen Anbieter sich schwer tun, wenn die Bezugspreise steigen“, weiß der kaufmännische Leiter der Stadtwerke um die fehlenden Reserven.

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