Pfarrkonvent der Kirchengemeinde St. Lambertus
Die Menschen in den Fokus nehmen

Ochtrup -

Es war gar nicht so einfach, am Mittwochabend rund ums Georgsheim einen freien Parkplatz zu erhaschen. Entsprechend voll war der Saal des Pfarrzentrums, denn die Pfarrei St. Lambertus hatte die Vertreter ihrer Gremien, Gruppen, Vereine und Verbände zum Pfarrkonvent eingeladen.

Freitag, 08.02.2019, 05:00 Uhr
Die Kirchengemeinde St. Lambertus hatte die Vertreter ihrer Gremien, von Vereinen, Verbänden und Gruppen zum Pfarrkonvent ins Georgsheim eingeladen.
Die Kirchengemeinde St. Lambertus hatte die Vertreter ihrer Gremien, von Vereinen, Verbänden und Gruppen zum Pfarrkonvent ins Georgsheim eingeladen. Foto: Irmgard Tappe

Die stellten zunächst einmal ihre Arbeit vor und demonstrierten, dass St. Lambertus eine aktive Pfarrei ist. Gemeindemitglieder aller Altersgruppen engagieren sich auf vielfältige Art. Messdiener- und Landjugendgruppen, Frauengemeinschaften, Seniorentreffs und andere bieten ein breit gefächertes Spektrum an Aktivitäten.

„Diese große Bandbreite wird von den Menschen getragen, die hier leben“, hob Pfarrer Stefan Hörstrup anerkennend hervor. Die Menschen in den Fokus nehmen, das ist auch ein Anliegen der Leitsätze im Pastoralplan, der vor etwa einem Jahr erstellt wurde. Klar, dass sich ein solcher Plan nicht von jetzt auf gleich umsetzen lässt. Aber einiges hat sich dennoch bewegt. Hörstrup nannte Themen-Gottesdienste, wie zum Beispiel die Messfeier im Freibad. Und für die Fastenzeit sei vorgesehen, dass Gemeindemitglieder an drei Sonntagen in der Lambertikirche eine Art Fastenpredigt halten.

Des Weiteren haben sich innerhalb des Pfarreirates zielorientierte Gruppen gebildet. Eine davon widmet sich jungen Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren. Eine andere nennt sich „Mitten im Leben“ und organisiert Angebote für die entsprechende Altersgruppe. Die Kindergärten sind ebenfalls eifrig damit beschäftigt, die Leitgedanken des Pastoralplans mit Leben zu füllen, wie Annette Holtmann berichtete. Auch das Sozialbüro „Das Offene Ohr“ engagiert sich für die Bedürftigen der Stadt. „Wir möchten auch die Leute erreichen, die sich nicht trauen, zu uns zu kommen“, erklärte Anita Gehring und forderte die Anwesenden auf, Augen und Ohren nach Bedürftigen im Umfeld zu öffnen.

„Das alles zeigt, dass aufgrund des Pastoralplanes etliche Aktivitäten entstanden sind, die die Lebendigkeit einer Gemeinde sichtbar machen“, bemerkte der Pfarrer von St. Lambertus.

Pfarrer Stefan Hörstrup berichtete beim Pfarrkonvent über den Neubau des Pfarrhauses und des Gemeindezentrums.

Pfarrer Stefan Hörstrup berichtete beim Pfarrkonvent über den Neubau des Pfarrhauses und des Gemeindezentrums. Foto: Irmgard Tappe

Ein weiteres Thema war an diesem Abend das Immobilienkonzept und das neue Pfarrzentrum (wir berichteten). Da die Marienkirche – bis auf den Turm – mittelfristig aufgegeben werde, habe man sich für einen Standort in der Nähe der Lambertikirche entschieden. „Die Planungen bezüglich der Marienkirche sind noch immer mittelfristig. Zuerst müssen wir die aktuelle Immobilie abschließen“, erklärte Hörstrup. Das Bistum Münster habe Grünes Licht signalisiert. Der nächste Schritt sei nun, rechtliche und bauplanerische Dinge zum Abschluss zu bringen. Baubeginn werde voraussichtlich Ende 2019 oder Anfang 2020 sein. Für den Gesamtkomplex hat die Gemeinde drei Jahre Bauzeit ins Auge gefasst. Zuerst werde das Clemens-August-Heim abgerissen, weil auf diesem Areal das neue Pfarrhaus entstehen soll. „Wir würden ja lieber zuerst das Pfarrzentrum bauen. Doch da es auf dem Gelände des jetzigen Pfarrhauses errichtet wird, gäbe es Probleme“, bekannte Hörstrup.

Die Anwesenden hatten Verständnis, dass ein obdachloses Pfarrhaus-Team weitaus problematischer wäre als Pfarrheimnutzer, die während der Bauphase auf ihr Domizil verzichten müssen. „Die evangelische Kirchengemeinde hat uns auch schon angeboten, ihre Räume im Gemeindehaus zu nutzen. Und das Forum der Bücherei wäre eine zusätzliche Möglichkeit. Wir werden mit allen Gruppen aus dem Clemens-August-Heim reden und schauen, wie sich die Übergangsphase organisieren lässt“, erklärte Hörst­rup. Sobald das Pfarrhaus bezugsfertig sei, werde das Pfarrzentrum in Angriff genommen. „Mitte des Jahres werden wir dafür einen Architektenwettbewerb ausrufen“, kündigte Hörstrup an.

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