Stadtwerke rüsten weitere Laternen auf LED-Leuchtmittel um
„Es werde Licht“ in den Straßen

Ochtrup -

Es werde Licht! – Gut, Ochtrup stand auch bisher nicht im Dunkeln, aber in diesem Jahr wollen die Stadtwerke wieder einen Teil der alten Leuchtmittel in den Straßenlaternen auf die moderne LED-Variante umrüsten, wie Betriebsleiter Robert Ohlemüller jetzt im Betriebsausschuss des Unternehmens erläuterte.

Donnerstag, 14.02.2019, 06:00 Uhr

2007 waren die Stadtwerke zunächst mit einer Teststrecke gestartet. „Seitdem rüsten wir Zug um Zug um“, so Robert Ohlemüller . „Vor zwölf Jahren waren LED-Leuchtmittel die damals aktuellste Technik. Seitdem hat sich auf diesem Gebiet aber viel getan, die LED wurden sukzessive weiterentwickelt. Nachdem wir anfangs sehr zurückhaltend vorgegangen sind, ist die ausgereifte Variante inzwischen zum Standard geworden.“ Auch preislich seien die Leuchtmittel nun akzeptabel.

In 2018 hatten die Stadtwerke weitere neun Prozent der Straßenlaternen umgerüstet und lagen damit bei 36 Prozent der gesamten Beleuchtung im Stadtgebiet. Immerhin 2852 Laternen hatte der Versorger Ende 2017 am Netz.

Vergangenes Jahr waren es einige weniger. „Das hat auch mit der Umrüstung zu tun. Ebenso mit der Sanierung an manchen Stellen, wo wir Lampen einsparen konnten“, erklärt Josef Potthoff , Leiter der Abteilung Stromversorgung.

Ein einheitliches Bild an Laternen-Typen fehlt übrigens in der Stadt. „Wir haben zig Generationen von Leuchten und auch von verschiedene Masten“, stimmt Robert Ohlemüller zu. Nicht alle sind umrüstbar, bei einigen müssen auch die Köpfe getauscht werden. „Aber so ein Kopf hält dann laut Hersteller wieder für die nächsten 50 Jahre“, betont Josef Potthoff.

In 2019 wollen die Stadtwerke mit eigenem Personal die Leuchtmittel zwischen Schützen- und Brookstraße, den Rest der Weilautstraße, die Töpfer- sowie die Overberg- und die Canisiusstraße in den Fokus nehmen. Für Langenhorst und Welbergen sind dagegen keine Maßnahme geplant.

150 000 Euro nimmt das Unternehmen für den Austausch in die Hand. Kosten, die sich aber durch die hohe Lebensdauer und den energiesparenden Gebrauch der LED bezahlt machten, betont Robert Ohlemüller: „In der Regel müssen wir die Laternenköpfe die nächsten 20 Jahre nicht mehr öffnen.“

Der Verbrauch sei, so rechnet der Betriebsleiter vor, beispielsweise in 2018 nach der Umrüstung von 250 Straßenlaternen um 80 000 Kilowattstunden gesunken. Josef Potthoff führt noch weitere Statistiken an: „In Anliegerstraßen sparen wir durch die Umrüstung im Schnitt 80 Prozent Energie ein, an übergeordneten Straßen zwischen 50 und 60 Prozent.“

Mit Beginn der Dämmerung schalten sich die Straßenlampen automatisch ein, morgens ebenso wieder aus. Eine Nachtabschaltung galt bis November 2009, wurde dann aber zurückgenommen.

Übrigens stößt der Wechsel der Leuchtmittel nicht bei jedem Anwohner auf ungeteilte Zustimmung. „Manche konnten sich bei der alten Beleuchtungsvariante die Lampe am eigenen Hauseingang sparen, weil der Schein der Straßenlaterne bis dahin ausreichte. Das fällt jetzt weg“, erklärt Josef Potthoff. „Der Gesetzgeber schreibt vor, Lichtimmissionen zu vermeiden. Heißt:. Das Licht wird nicht mehr umhergeschmissen, sondern nur noch auf die Straße gelenkt. Dadurch wirkt diese heller. Nur die Hauseingänge bleiben dann dunkel.“

Verschiedene Generationen von Straßenlaternen prägen das Bild der Innenstadt auf engstem Raum. Hier die moderne Variante am Pottbäckerplatz.

Verschiedene Generationen von Straßenlaternen prägen das Bild der Innenstadt auf engstem Raum. Hier die moderne Variante am Pottbäckerplatz. Foto: Susanne Menzel

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