Steinfurter wegen Diebstahls vor Gericht
„Ich wollte das Fahrrad zurückbringen“

Ochtrup/Steinfurt -

Ein 25-jähriger Mann aus Steinfurt musste sich am Mittwochmorgen wegen Diebstahls vor dem Amtsgericht Steinfurt verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, im November 2017 ein Damenrad in der Ochtruper Fußgängerzone entwendet zu haben.

Donnerstag, 21.02.2019, 08:00 Uhr
Symbolbild 
Symbolbild  Foto: dpa

„Ich habe das unverschlossene Rad genommen, um zum Bahnhof zu gelangen“, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Er habe die Absicht gehabt, das Fahrrad am Bahnhof stehen zu lassen, hätte er den Zug nicht verpasst, räumte der Angeklagte ein.

Die Eigentümerin des Fahrrads war „nur ganz kurz“ in einem Drogeriemarkt. „Dann war mein Fahrrad weg“, beschrieb sie den Diebstahl. Die 18-Jährige meldete diesen sofort bei der Polizei. Die Beamten ertappte den Angeklagten kurz darauf in der Nähe des Bahnhofes auf dem Weg zurück in die Innenstadt. „Ich wollte das Fahrrad zurückbringen“, beteuert der Mann. Er habe an dem Tag getrunken und müsse sich für seine Dummheiten entschuldigen. Er hatte neun Einträge im Vorstrafenregister aus den Jahren 2015 bis 2017 vorzuweisen und zwei laufende Bewährungsprozesse – unter anderem wegen Diebstahls.

Die Staatsanwältin hielt ihn in dieser Sache für schuldig. Sie beantragte eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten – wegen der einschlägigen Vorstrafen ohne Bewährung.„Ein Mensch ist zu einer gewissen Entwicklung fähig“, befand der Pflichtverteidiger. Seit Herbst 2017 werde sein Mandant von einem Bewährungshelfer betreut, der eine positive Entwicklung bestätige. „Der Angeklagte kann mit seinem monatlichen Einkommen als Gerüstbauer für sich selbst sorgen“, hieß es in dem Schreiben des Bewährungshelfers. Der Verteidiger betonte zudem, dass der Angeklagte nun seit anderthalb Jahren nicht mehr negativ aufgefallen sei.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten schließlich zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro. Strafmildernd zu berücksichtigen sei die Tatsache, dass es zu keinem Schaden gekommen sei, so die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Das Fahrrad ging unversehrt an die Eigentümerin zurück. Außerdem zeigte sich der Angeklagte geständig. Zusammenfassend sah sie eine günstige Sozialprognose. Die Richterin hatte zum Abschluss der Verhandlung noch einen Rat für den Angeklagten: „Führen Sie ihren positiven Weg fort. Wenn jetzt etwas kommt, werden sie in Haft gehen.“

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