Baustelle an der Stadthalle
Jede Menge Falschfahrer im Kreisel

Ochtrup -

Der Kreisverkehr an der Stadthalle ist für den Verkehr gesperrt. Lediglich Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst dürfen im Einsatzfall das Rondell passieren. Doch diesen Fakt ignorieren viele Ochtruper. Sie lassen Absperrungen Absperrungen sein und fahren einfach durch. „Nur manchmal steht da auch die Polizei“, wusste die Erste Beigeordnete Birgit Stening in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu berichten.

Samstag, 23.02.2019, 06:00 Uhr
Der neue Kreisverkehr an der Stadthalle ist für den Verkehr gesperrt. Das hat seinen Grund: Noch fehlt die letzte Asphaltschicht. Die Ochtruper ignorieren diese Tatsache gerne und fahren einfach durch den gesperrten Bereich. Dies tun sich allerdings auf eigene Verantwortung.
Der neue Kreisverkehr an der Stadthalle ist für den Verkehr gesperrt. Das hat seinen Grund: Noch fehlt die letzte Asphaltschicht. Die Ochtruper ignorieren diese Tatsache gerne und fahren einfach durch den gesperrten Bereich. Dies tun sich allerdings auf eigene Verantwortung. Foto: Anne Steven

Die Baustelle ist für die Kommune bisher ein echtes Vorzeigeobjekt. Die Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr starteten Anfang Juli vergangenen Jahres. Ursprünglich war ein Jahr Bauzeit angesetzt. Doch es ging zügig voran und schnell stand fest, dass die beauftragte Firma Gieseke aus Rheine lange vor dem vereinbarten Fertigstellungstermin im Juli dieses Jahr fertig sein würde.

Zwischenzeitlich stand schon einmal der Jahreswechsel als Freigabetermin zur Debatte. Doch dann kam der Winter, für die letzte noch fehlende Asphaltschicht waren die Temperaturen eindeutig zu kalt. Jetzt müsse mit den Asphalt-Fertigern ein neuer Termin vereinbart werden. „Die Fertiger sind lange im Vorfeld ausgebucht. Außerdem wollten wir einen wettertechnisch sicheren Termin auswählen“, erklärte Bauamtsleiterin Karin Korten im Haupt- und Finanzausschuss, warum die Baustelle nicht weitergeht. Die Stadt hat nun den 18. und 19. März (Montag und Dienstag) vereinbart. Dann so hoffen die Verantwortlichen werden die Temperaturen auch nachts nicht das vorgegebene Maß unterschreiten. Wenn alles so klappt, wie die Verwaltung es sich vorstellt, peilt sie Ostern als offiziellen Freigabetermin an. Denn neben der letzten Asphaltschicht auf der Fahrbahn fehle noch der Gussasphalt im Innern des Kreisverkehrs. Außerdem müssen im Anschluss noch die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden.

Und bis dahin bleibe der Kreisverkehr gesperrt. Die Absperrungen, so Stening, seien nur deshalb so lose installiert, um Feuerwehr und Rettungsdienst eine schnelle Durchfahrt zu ermöglichen. Wer derzeit den Kreisverkehr befahre, tue dies auf eigene Verantwortung, machte Korten deutlich. Die Verwaltung geht aber nicht davon aus, dass an der neuen Fahrbahn durch die derzeitige Nutzung Schäden entstehen.

Die Stadt darf die Einhaltung der Sperrung übrigens nicht kontrollieren, weil sie lediglich für den ruhenden Verkehr zuständig ist. Aber wie gesagt, manchmal steht die Polizei am neuen Kreisverkehr und bittet die Falschfahrer zur Kasse. „Ich bin schon gefragt worden, ob man dagegen nicht etwas machen kann“, berichtete Stening im Ausschuss. Ja, habe sie gesagt: Bezahlen.

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