Haushaltsbefragungen für den Mikrozensus
Wer nichts sagt, muss zahlen

Ochtrup -

Fragen rund um die Lebenssituation sind für den Mikrozensus zu beantworten. Auch in Ochtrup werden die Untersuchungen durch „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ als Statistisches Landesamt durchgeführt. Es besteht eine Auskunftspflicht. Wer dieser nicht nachkommt, muss zahlen.

Dienstag, 26.02.2019, 06:00 Uhr
Fragen rund um die Lebenssituation sind für den Mikrozensus zu beantworten. Auch in Ochtrup werden die Untersuchungen durch „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ als Statistisches Landesamt durchgeführt.
Fragen rund um die Lebenssituation sind für den Mikrozensus zu beantworten. Auch in Ochtrup werden die Untersuchungen durch „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ als Statistisches Landesamt durchgeführt. Foto: dpa

Wie viele Familien mit Kindern gibt es in NRW? Wohnen ältere Menschen allein? Wie ist die Situation alleinerziehender Mütter oder Väter? Wie steht es um die Ausbildung? Wie viele Mütter sind berufstätig? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt der „Mikrozensus”. Dafür hört sich „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ (IT NRW) als Statistisches Landesamt jedes Jahr in 80 000 Haushalten um.

Die Untersuchungen sind auf alle Wochen des Jahres verteilt. Im April 2019 werden dafür in sieben zufällig ausgewählten Ochtruper Bezirken durchschnittlich neun Haushalte befragt. „NRW-weit setzt das Landesamt 350 Interviewer für die Befragungen ein“, heißt es in einer Pressemitteilung von IT NRW. „Die Interviewer kündigen ihren Besuch schriftlich an und legitimieren sich durch einen Ausweis. Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind sie zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.“

Die Fragen, die im Mikrozensus gestellt werden, beziehen sich auf unterschiedliche Themenbereiche. Dazu gehören Angaben zur Person, zur Erwerbstätigkeit, zum Beruf oder zur Arbeitssuche stellen die Interviewer Fragen, ebenso wie zur Kindertagesbetreuung, zum Schulbesuch oder der weiteren Ausbildung. Außerdem werden Details zu Einkünften, zum Lebensunterhalt und zur Altersvorsorge erhoben.

Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht eine Auskunftspflicht. „Bei der Beantwortung der Fragen auf freiwilliger Basis hoffen die Statistiker auf hohe Beteiligung. Die Ergebnisse sind Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Um eine repräsentative Stichprobe zu erhalten, ist es erforderlich, dass alle Mitglieder eines ausgewählten Haushalts die Fragen beantworten. Von der Auskunftspflicht kann keiner befreit werden, auch nicht aus alters- oder krankheitsbedingten Gründen. Nur so sei es möglich, zuverlässige Ergebnisse für die Statistik zu erhalten. Wenn die betreffenden Personen ihrer Auskunftspflicht nicht nachkommen, sieht der Gesetzgeber die Festsetzung eines Verwaltungszwangsgeldes vor. In der ersten Ansetzung beträgt dieses 200 Euro und erhöht sich schrittweise.

Der Mikrozensus wird laut IT NRW seit 1957 jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im Bundesgebiet durchgeführt. Es handelt sich um eine Flächenstichprobe. Das heißt, es werden nach einem mathematischen Zufallsverfahren Straßenzüge oder Gebäudekomplexe ausgewählt. „Diese Haushalte werden vier Jahre lang befragt“, heißt es bei IT NRW. In jedem Jahr werde zur Entlastung ein Viertel der Haushalte durch andere ersetzt.

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