Polizist Bernd Günster blickt auf 44 Dienstjahre zurück
„Dorf-Sheriff“ im Ruhestand

Ochtrup -

44 Jahre war Bernd Günster Polizist. Am Montag wurde der Ochtruper nun von den Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Rückblickend, sagt er, hätten sich die Menschen verändert. Sie beharrten heute mehr auf ihre Recht, als früher. Doch in seiner Dienstzeit gab es auch die eine oder andere Anekdote zum Schmunzeln.

Dienstag, 26.02.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 12:28 Uhr
Bernd Günster und seine Frau freuen sich nach der Pensionierung auf mehr Zeit füreinander.
Bernd Günster und seine Frau freuen sich nach der Pensionierung auf mehr Zeit füreinander. Foto: Nele Scheipers

„Wieder einer der alten Kollegen, der geht“, stellt Bürgermeister Kai Hutzenlaub am Montagmorgen fest, als er zur Verabschiedung von Bernd Günster an der Polizeiwache ankommt. Und er ist nicht der einzige. Einige Polizisten stehen mit dem Pensionär zusammen vor dem Gebäude. Im Hintergrund ein Oldtimer, in dem der Beamte mit seiner Frau von Zuhause abgeholt wurde. Später geht es für die offizielle Verabschiedung zum Landrat nach Steinfurt.

„Die Jungen sind doch froh, wenn die Alten gehen“, schmunzelt Bernd Günster, der nun schon seit 44 Jahren im Dienst ist. Kollege Markus Bender dementiert sofort: „Man verbringt viel Zeit miteinander und durchlebt Extremsituationen. Das schweißt zusammen wie eine Familie.“

1975 begann der gebürtige Ochtruper Bernd Günster seine Ausbildung in der Polizeischule Stuckenbrock. Er war sich von Anfang an sicher, dass er diesen Beruf machen wollte. „Ich wusste nicht, was ich sonst werden sollte“, lacht der Beamte. Nach der Ausbildung in Selm-Bork ging es für den jungen Polizisten nach Köln. „Zum Glück nur ein Jahr. Das war für mich als Landkind eine ganz andere Welt“, gibt er zu. Über Steinfurt, Ochtrup und Horstmar ging es dann wieder zurück in die Heimatstadt, in der Bernd Günster den Rest seiner Dienstzeit als „Dorf-Sheriff“ verbrachte, wie er selbst sagt.

„Die Menschen haben sich im Laufe der Jahre verändert“, stellt er rückblickend fest. Sie seien grundsätzlich nervöser geworden, jeder beharre auf sein Recht.

Doch es gibt auch ein paar Erinnerung zum Schmunzeln: „Wir sind mal mit dem Streifenwagen in einen Drive-in gefahren. Doch dann wurden wir plötzlich zu einem Fall gerufen. Es hat eine gewisse Zeit gedauert, bis wir da wieder raus waren“ erinnert sich Kollege Markus Bender grinsend. Und auch Bernd Günster kann sich das Lachen nicht verkneifen.

In seinem Ruhestand möchte der Ochtruper in Zukunft noch mehr Zeit mit seinem Hobby, der Jagd, verbringen und freut sich auf die Zeit mit Ehefrau Kati und den Enkelkindern.

Die Kollegen der Polizeiwache Ochtrup verabschiedeten am Montag Bernd Günster (5.v.l.) in den Ruhestand. Mit dabei war auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub (4.v.l.) und Günsters Frau Kati.

Die Kollegen der Polizeiwache Ochtrup verabschiedeten am Montag Bernd Günster (5.v.l.) in den Ruhestand. Mit dabei war auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub (4.v.l.) und Günsters Frau Kati. Foto: Nele Scheipers

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